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	<title>Jan Stammer, Autor bei amendos gmbh</title>
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	<item>
		<title>SLA-Management mit KI im Providermanagement</title>
		<link>https://www.amendos.de/cloud/sla-management-mit-ki-im-providermanagement/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2025 10:06:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[IT-Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Prozessmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/cloud/sla-management-mit-ki-im-providermanagement/">SLA-Management mit KI im Providermanagement</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper" id="wpb-content-root"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid dt-default" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p style="font-weight: 400;"><strong>Wir zeigen in diesem Artikel an einem Beispiel auf, wie man durch Automation und Einsatz k&uuml;nstlicher Intelligenz (KI) die Arbeit im Providermanagement optimieren und Aufwand reduzieren kann. Vertr&auml;ge bilden die Grundlage f&uuml;r die Beziehung zu externen Dienstleistern &ndash; insbesondere im Providermanagement. Die manuelle Verwaltung von Service Level Agreements (SLAs) ist ein Beispiel, das sich durch KI optimieren l&auml;sst: SLA-Management ist zeitaufwendig, fehleranf&auml;llig und oft wenig skalierbar. Hier kommt die KI ins Spiel. Sie bietet dabei neue M&ouml;glichkeiten, repetitive Aufgaben zu automatisieren und damit die Qualit&auml;t der Vertragsverwaltung zu verbessern.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Herausforderungen im SLA-Management</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Die Herausforderung liegt vor allem in der manuellen Erfassung und Auswertung von SLA-Daten in Vertr&auml;gen. Typische Kennzahlen, wie Vertragsbeginn, Vertragsende, Reaktionszeiten oder Verf&uuml;gbarkeitsgarantien m&uuml;ssen &uuml;berpr&uuml;ft und dokumentiert werden. KI kann hier als unterst&uuml;tzendes Werkzeug agieren, das nicht nur Daten aus Vertr&auml;gen extrahiert, sondern auch Prozesse intelligent steuert.</p>
<p style="font-weight: 400;">Dadurch ver&auml;ndert sich auch die Rolle der Mitarbeitenden: Weg von operativer Verwaltung, hin zu strategischer Steuerung. KI &uuml;bernimmt repetitive Aufgaben, w&auml;hrend Menschen sich auf kreative Probleml&ouml;sung, Kommunikation und strategische Entscheidungen konzentrieren k&ouml;nnen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Doch wie genau unterst&uuml;tzt KI im SLA-Management? Und welche konkreten Einsatzszenarien sind bereits heute realisierbar?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Wobei KI im SLA-Management unterst&uuml;tzt</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Die Einsatzbereiche von KI im Vertragsmanagement sind vielf&auml;ltig und reichen weit &uuml;ber die reine Texterkennung hinaus. Moderne KI-Systeme k&ouml;nnen nicht nur Inhalte analysieren, sondern auch strukturieren und Inhalte in bestehende Systeme integriert werden.</p>
<ul>
<li>Automatisierte Erkennung und Extraktion von SLA-relevanten Daten:<br>
KI kann Vertr&auml;ge analysieren und gezielt Kennzahlen wie Reaktionszeit, Verf&uuml;gbarkeitsgarantie, Vertragsbeginn und -ende extrahieren.</li>
<li>Datenaufbereitung:<br>
Extrahierte Informationen werden strukturiert und f&uuml;r weitere Verarbeitung vorbereitet.</li>
<li>Monitoring und Analyse:<br>
<a href="https://www.ibm.com/de-de/think/topics/sla-metrics">SLA-Kennzahlen</a> k&ouml;nnen kontinuierlich &uuml;berwacht und analysiert werden &ndash; etwa zur Erkennung von SLA-Verletzungen.</li>
<li>Integration in bestehende Tools:<br>
&Uuml;ber Power Automate lassen sich KI-gest&uuml;tzte Prozesse nahtlos in SharePoint, Teams oder Power BI integrieren.</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Dadurch k&ouml;nnen Einsparpotenziale erschlossen werden: die Automatisierung reduziert den manuellen Aufwand und spart Zeit und Kosten.</p>
<p style="font-weight: 400;">Jedoch h&auml;ngt die Qualit&auml;t der Ergebnisse stark davon ab, wie Vertr&auml;ge strukturiert sind und von der Qualit&auml;t der KI-Prompts. Nicht jeder Vertrag ist gleich aufgebaut &ndash; und nicht jede KI erkennt komplexe Formulierungen zuverl&auml;ssig.</p>
<p style="font-weight: 400;">Trotz der Herausforderungen bei der Qualit&auml;t bietet der Einsatz von KI im SLA-Management klare Vorteile: Er erm&ouml;glicht eine effizientere und skalierbare Verwaltung von Vertr&auml;gen. Repetitive Aufgaben wie die Datenerfassung und -pflege werden automatisiert, wodurch Mitarbeitende entlastet werden. Sie gewinnen Zeit f&uuml;r kreative, kommunikative und strategische T&auml;tigkeiten. Ein zentraler Mehrwert liegt dabei in der deutlichen Zeitersparnis.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Zeitersparnis durch KI</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Ein zentraler Vorteil von KI im Vertragsmanagement ist die deutliche Zeitersparnis &ndash; insbesondere bei wiederkehrenden Aufgaben, die bislang manuell durchgef&uuml;hrt wurden.</p>
<ul>
<li>Automatisierter SLA-Abgleich:<br>
Repetitive Aufgaben wie der manuelle Vergleich von tats&auml;chlichen Service-Level-Werten mit den im Vertrag definierten Zielwerten entfallen.</li>
<li>Schnellere Reaktion auf SLA-Verletzungen:<br>
Durch automatisiertes Monitoring k&ouml;nnen Verst&ouml;&szlig;e fr&uuml;hzeitig erkannt und Ma&szlig;nahmen eingeleitet werden.</li>
<li>Reduktion typischer Fehlerquellen:</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">KI kann bei klar strukturierten Daten konsistent arbeiten und typische menschliche Fehler bei der manuellen Datenerfassung vermeiden. Bei komplexen oder unstrukturierten Vertragsinhalten sind manuelle Nachkontrollen weiterhin sinnvoll.</p>
<p style="font-weight: 400;">Hieraus ergibt es sich eine deutliche Zeitersparnis und Produktivit&auml;tssteigerung &ndash; vorausgesetzt die Prozesse sind sauber aufgesetzt und die Datenqualit&auml;t passt. Die Effizienzgewinne entstehen durch die Integration von KI in automatisierte Workflows, die beispielsweise mit Power Automate umgesetzt werden. So l&auml;sst sich der gesamte Ablauf &ndash; vom Hochladen eines Vertrags bis zur automatisierten Auswertung &ndash; nachvollziehbar und skalierbar gestalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Prozessskizze: KI-gest&uuml;tzter SLA-Pr&uuml;fungs-Workflow</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Ein beispielhafter KI-gest&uuml;tzter Workflow im SLA-Management mit <a href="https://learn.microsoft.com/de-de/power-automate/">Power Automate</a> k&ouml;nnte wie folgt aussehen:</p>
<ol>
<li>Vertragsablage:<br>
Ein neuer Vertrag wird in SharePoint abgelegt.</li>
<li>KI-Analyse:<br>
&Uuml;ber Power Automate wird ein Prompt an ein Large Language Model (LLM) gesendet</li>
<li>Datenerkennung:<br>
Die SLA-relevanten Kennzahlen werden aus dem Vertrag extrahiert.</li>
<li>Datenablage:<br>
Die extrahierten SLA-Daten werden automatisch in einer SharePoint-Liste gespeichert.</li>
<li>Anschlie&szlig;end folgt die Weiterverarbeitung, wie z.B.:
<ul>
<li>Benachrichtigung: Bei SLA-Verletzungen erfolgt eine automatische Benachrichtigung via Teams oder E-Mail.</li>
<li>Analyse &amp; Reporting: SLA-Daten k&ouml;nnen in Power BI visualisiert und in Form von Dashboards oder automatisierten Berichten aufbereitet und verteilt werden.</li>
</ul>
</li>
</ol>
<div id="attachment_16682" style="width: 269px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-16682" class="wp-image-16682 size-full" src="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/09/SLA-Management-mit-KI-2.png" alt="" width="259" height="736" srcset="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/09/SLA-Management-mit-KI-2.png 259w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/09/SLA-Management-mit-KI-2-106x300.png 106w" sizes="(max-width: 259px) 100vw, 259px"><p id="caption-attachment-16682" class="wp-caption-text">Abbildung 1: Beispielhafte Automatisierung mit KI-Analyse</p></div>
<p style="font-weight: 400;">Die Abbildung zeigt den strukturierten Ablauf dieses KI-gest&uuml;tzten Prozesses innerhalb der Microsoft-Cloud-Umgebung (Microsoft 365). Als Basis dienen integrierte Microsoft-Werkzeuge wie das Workflow- und Automatisierungstool Power Automate, das Collaboration-Tool SharePoint, sowie die Kommunikationsl&ouml;sung Microsoft Teams. Die Abfragen (Prompts), die im 2. Schritt an die KI bzw. das Large Language Model (LLM) gestellt werden, sind strukturiert aufgebaut. KI-Chats hingegen sind dialogorientiert und in nat&uuml;rlicher Sprache verfasst.</p>
<p style="font-weight: 400;">Doch wie unterschneidet sich dieser Workflow-Ansatz im Vergleich zu alternativen Prozessans&auml;tzen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Alternative Prozess-L&ouml;sungen im Vergleich</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Nat&uuml;rlich gibt es auch andere Ans&auml;tze f&uuml;r das SLA-Management &ndash; mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen:</p>
<ul>
<li>Manuelle Prozesse: Sie sind flexibel, aber zeitintensiv und fehleranf&auml;llig.</li>
<li>Klassische Workflows: Sie bieten gewisse Automatisierung, sto&szlig;en aber bei komplexen Vertragsstrukturen schnell an ihre Grenzen.</li>
<li>KI-Einzelabfragen: Sie zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:
<ul>
<li>Dialogorientierte Prompt-Abfragen in nat&uuml;rlicher Sprache</li>
<li>Keine technische Formatierung notwendig</li>
<li>Kontextsensitive Antworten, die sich flexibel an unterschiedliche Vertragsstrukturen anpassen</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Diese Einzelabfragen sind besonders hilfreich f&uuml;r ad-hoc-Analysen, w&auml;hrend KI-gest&uuml;tzte Workflow, wie oben aufgezeigt, ideal f&uuml;r skalierbare Prozesse sind.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Wahl der richtigen L&ouml;sung h&auml;ngt stark vom Anwendungsfall ab &ndash; und davon, wie viel Automatisierung tats&auml;chlich gew&uuml;nscht oder m&ouml;glich ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Fazit</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Ein vollautomatisierter, intelligenter SLA-Management-Prozess ist heute keine Zukunftsvision mehr. Dank KI m&uuml;ssen SLA-Kennzahlen nicht mehr an festen Stellen im Dokument stehen &ndash; die KI erkennt sie kontextbasiert. Damit entf&auml;llt die Notwendigkeit statischer Masken oder einheitlicher Dokumentenformate.</p>
<p style="font-weight: 400;">KI steht f&uuml;r Effizienz: Sie erm&ouml;glicht nicht nur Automatisierung, sondern auch Prognosen, Empfehlungen und kontinuierliche Verbesserung. Im Providermanagement bedeutet das eine Transformation &ndash; weg von operativer Verwaltung, hin zu direkter <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/dienstleistersteuerung/" target="_self" title="Dienstleistersteuerung bezeichnet die strategische und operative Koordination externer Dienstleister, die ein Unternehmen zur Erbringung von Leistungen im Rahmen von Projekten oder Regelbetriebsprozessen beauftragt. Ziel ist es, die Qualit&auml;t, Effizienz und Zielerreichung der ausgelagerten Leistungen sicherzustellen und gleichzeitig die unternehmensinternen Ressourcen optimal zu entlasten. Dabei umfasst die Dienstleistersteuerung s&auml;mtliche Phasen der Zusammenarbeit. Von der Auswahl und&hellip;" class="encyclopedia">Dienstleistersteuerung</a> und <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/beziehungsmanagement/" target="_self" title="Beziehungsmanagement ist der zielgerichtete Aufbau, die zielgerichtete Pflege und stete Weiterentwicklung von Gesch&auml;ftsbeziehungen. Abh&auml;ngig vom jeweiligen Aufgabenfeld einer Abteilung in einem Unternehmen sind hier Beziehungen zu unterschiedlichen Kooperationspartnern relevant. Dies k&ouml;nnen Kunden und Lieferanten, aber zum Beispiel auch Beh&ouml;rden und Partner in Beschaffungs- oder Forschungs-Kooperationen sein. Ziel im Beziehungsmanagement ist es, die Gesch&auml;ftsbeziehung aktiv zu&hellip;" class="encyclopedia">Beziehungsmanagement</a>. Lesen Sie hierzu auch unseren <a href="https://www.amendos.de/providermanagement/ki-unterstuetzung-im-providermanagement-nutzen/">Blogartikel KI-Unterst&uuml;tzung im Providermanagement nutzen</a>.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der Einsatz von Copilot und Power Automate im oben dargestellten Beispiel zeigt: KI kann mehr als nur unterst&uuml;tzen &ndash; sie kann Prozesse grundlegend ver&auml;ndern.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/cloud/sla-management-mit-ki-im-providermanagement/">SLA-Management mit KI im Providermanagement</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schulungen: Erfolgsfaktor Mensch in Cloud-Migrationen</title>
		<link>https://www.amendos.de/cloud/schulungen-erfolgsfaktor-mensch-in-cloud-migrationen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2025 08:55:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[Outsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Migration von Applikationen in die Cloud ist für viele Unternehmen ein strategischer Meilenstein – doch sie ist weit mehr als ein technisches Projekt. Der Erfolg der Einführung der neuen Cloud-basierenden Systeme hängt maßgeblich davon ab, wie gut Anwender eingebunden und auf die neuen Systeme vorbereitet werden. Schulungen spielen dabei eine zentrale Rolle, stehen jedoch&#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/cloud/schulungen-erfolgsfaktor-mensch-in-cloud-migrationen/">Schulungen: Erfolgsfaktor Mensch in Cloud-Migrationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="font-weight: 400;"><strong>Die Migration von Applikationen in die Cloud ist f&uuml;r viele Unternehmen ein strategischer Meilenstein &ndash; doch sie ist weit mehr als ein technisches Projekt. Der Erfolg der Einf&uuml;hrung der neuen Cloud-basierenden Systeme h&auml;ngt ma&szlig;geblich davon ab, wie gut Anwender eingebunden und auf die neuen Systeme vorbereitet werden. Schulungen spielen dabei eine zentrale Rolle, stehen jedoch vor besonderen Herausforderungen. Dieser Blogartikel beleuchtet diese Herausforderungen, zeigt praxisnahe L&ouml;sungen auf und stellt moderne Tools und KI-gest&uuml;tzte Ans&auml;tze vor.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<h2><strong>Typische Herausforderungen bei Schulungen</strong></h2>
</div>
<p style="font-weight: 400;">Cloud-Migrationen, etwa die Einf&uuml;hrung von Microsoft 365 (M365) oder die Verlagerung lokaler Systeme zu Microsoft Azure, sind komplexe Ver&auml;nderungen im Unternehmen. Dabei werden bestehende Anwendungen aus der lokalen Infrastruktur (On-Prem) in eine Cloud-Umgebung &uuml;berf&uuml;hrt. Werden unterschiedliche Services, wie z.B. verschiedene M365 Applikationen &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum schrittweise migriert, orientiert sich die Schulungsplanung am Migrationsverlauf. Die damit verbundenen Schulungsma&szlig;nahmen sollten zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt werden, um den gew&uuml;nschten Schulungseffekt zu erzielen. Hinzu kommen weitere Faktoren, die einen Einfluss haben:</p>
<div>
<h3>1. Heterogene Zielgruppen und Wissensst&auml;nde</h3>
</div>
<p style="font-weight: 400;">In einem Unternehmen arbeiten Personen mit sehr unterschiedlichen digitalen Kompetenzen. W&auml;hrend IT-affine Mitarbeitende schnell mit neuen Tools zurechtkommen, ben&ouml;tigen andere intensivere Trainings. Fachabteilungen, F&uuml;hrungskr&auml;fte oder Au&szlig;endienstmitarbeitende haben jeweils unterschiedliche Anforderungen und verschiedenen Vorkenntnisse und ben&ouml;tigen auf ihre Rolle abgestimmte Unterst&uuml;tzung.</p>
<h3>2. Zeitmangel im Tagesgesch&auml;ft</h3>
<p style="font-weight: 400;">Viele Mitarbeitende haben im Arbeitsalltag kaum Zeit f&uuml;r lange Schulungen. Trainings m&uuml;ssen daher flexibel und effizient in den Arbeitsalltag integrierbar sein &ndash; ohne Produktivit&auml;tsverluste. Hier kann insbesondere moderne technische Toolunterst&uuml;tzung hilfreich sein.</p>
<h3>3. Widerstand gegen Ver&auml;nderungen</h3>
<p style="font-weight: 400;">Technologische Umstellungen erzeugen oft Unsicherheit. Wenn Mitarbeitende den Nutzen nicht erkennen oder sich &uuml;berfordert f&uuml;hlen, kann dies zu Ablehnung f&uuml;hren &ndash; ein Risiko f&uuml;r die gesamte Migration. Das Ziel von Schulungen ist neben Wissensvermittlung somit auch das Schaffen von Vertrauen. Schulungen sind dabei nicht isoliert zu betrachten, sondern dienen als einer der Bausteine im organisatorischen Change Management.</p>
<p style="font-weight: 400;">Insgesamt ist der Faktor Mensch entscheidend f&uuml;r den Erfolg von Cloud-Migrationen, wie auch die L&uuml;nendonk-Studie 2024 zeigt (siehe hierzu <a href="https://www.luenendonk.de/produkt/luenendonk-studie-2024-anwendungsmodernisierung-und-cloud-transformation/">L&uuml;nendonk-Studie 2024: Anwendungsmodernisierung und Cloud-Transformation</a>). Daher flie&szlig;t bei rund der H&auml;lfte der Unternehmen ein erheblicher Teil des Modernisierungsbudgets gezielt in Schulungen und Change-Management, um &Uuml;berforderung zu vermeiden und Akzeptanz zu f&ouml;rdern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<h2><strong>Strategien f&uuml;r erfolgreiche Schulungskonzepte</strong></h2>
</div>
<p>Um die genannten Herausforderungen zu meistern, braucht es eine durchdachte Schulungsstrategie, die technische, organisatorische und menschliche Faktoren gleicherma&szlig;en ber&uuml;cksichtigt. Ziel ist es, Mitarbeitende fr&uuml;hzeitig einzubinden, gezielt zu bef&auml;higen und den Wandel aktiv mitgestalten zu lassen.</p>
<h3>Ganzheitliche Schulungsplanung</h3>
<p style="font-weight: 400;">Statt isolierter Schulungen f&uuml;r einzelne Applikationen empfiehlt sich, wenn m&ouml;glich eine &uuml;bergreifende Strategie &ndash; etwa f&uuml;r alle Microsoft 365-Services, wenn mehrere Microsoft-Applikationen &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum eingef&uuml;hrt werden. So entsteht ein konsistentes Lernerlebnis und Redundanzen werden vermieden.</p>
<h3>Schulung fr&uuml;hzeitig in Migrationsplanung integrieren</h3>
<p style="font-weight: 400;">Schulungen sollten nicht erst nach der technischen Umsetzung starten, idealerweise werden sie bereits in der Planungsphase ber&uuml;cksichtigt. So k&ouml;nnen Mitarbeitende den Wandel aktiv mitgestalten und fr&uuml;hzeitig Kompetenzen aufbauen.</p>
<h3>Zielgruppenspezifische Inhalte</h3>
<p style="font-weight: 400;">Nicht jeder braucht dieselben Informationen: W&auml;hrend IT-Teams tiefgehende technische Admin-Schulungen ben&ouml;tigen, reichen f&uuml;r andere Gruppen praxisnahe Anwendungsbeispiele, welche die Nutzung im Tagesgesch&auml;ft widerspiegeln. Individualisierte Inhalte erh&ouml;hen gleichzeitig die Relevanz und Akzeptanz bei den Mitarbeitern.</p>
<h3>Klare und kontinuierliche Kommunikation</h3>
<p style="font-weight: 400;">Ein strukturierter Kommunikationsplan ist essenziell, um Mitarbeitende fr&uuml;hzeitig zu informieren, &Auml;ngste abzubauen und Vertrauen in den Ver&auml;nderungsprozess zu schaffen. Dabei geht es nicht nur darum, was kommuniziert wird, sondern auch wie: Mitteilungen oder Betr&auml;ge &uuml;ber etablierte Kan&auml;le wie Intranet-Beitr&auml;ge, E-Mails oder Updates &uuml;ber F&uuml;hrungskr&auml;fte sorgen f&uuml;r Transparenz. Kommunikation ist hier nicht Bestandteil der Schulung selbst, sondern schafft die notwendige Akzeptanz, damit die geplanten Schulungsma&szlig;nahmen wirksam umgesetzt werden kann.</p>
<h3>Anmeldung so einfach wie m&ouml;glich machen</h3>
<p style="font-weight: 400;">Je einfacher die Anmeldung zur Schulungen, desto h&ouml;her die Teilnahmequote. Tools, die eine Anmeldung in wenigen einfachen Schritten erm&ouml;glicht, erleichtert den Zugang und Einstieg erheblich. Hierbei sollten m&ouml;glichst Tools eingesetzt werden, die im Mitarbeiter-Umfeld bereits bekannt und etabliert sind.</p>
<h3>Feedback nutzen und Schulungen weiterentwickeln</h3>
<p style="font-weight: 400;">Schulungen sollten als kontinuierlicher Prozess verstanden werden. Regelm&auml;&szlig;ig abgefragtes Feedback hilft, Inhalte zu verbessern und neue Bedarfe fr&uuml;hzeitig zu erkennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Digitale Tools und KI als Enabler</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Digitale Technologien er&ouml;ffnen vielf&auml;ltige M&ouml;glichkeiten, den Schulungsprozess und die Schulungsstrategie effizient zu unterst&uuml;tzen, Lerninhalte zielgruppengerecht aufzubereiten und f&uuml;r alle Mitarbeitenden attraktiv zu gestalten.</p>
<h3>Zentrale Schulungsplattformen</h3>
<p style="font-weight: 400;">Ein zentrales Management in einem Schulungsportal &ndash; etwa auf Basis von SharePoint &ndash; kann das gesamte Schulungsangebot f&uuml;r die Mitarbeiter &uuml;bersichtlich b&uuml;ndeln und den Zugang deutlich vereinfachen. Diese lassen sich etwa mit SharePoint Templates realisieren, alternativ gibt es auch fertige L&ouml;sungen oder Plattformen, die speziell f&uuml;r das Schulungsmanagement entwickelt wurden, wie zum Beispiel Moodle oder SAP SuccessFactors Learning. Dabei k&ouml;nnen Prozesse bei der Planung, Durchf&uuml;hrung und Nachbereitung mittels verschiedener, zentral bereitgestellter Funktionen unterst&uuml;tzt und Ergebnisse schneller ausgewertet werden.</p>
<ul style="font-weight: 400;">
<li><strong>Zugang</strong><br>
Alle Schulungsangebote sind an einem zentralen Ort geb&uuml;ndelt und einfach erreichbar.</li>
<li><strong>Planung</strong><br>
Termine, Lerninhalte und Fortschritte lassen sich zentral verwalten.</li>
<li><strong>Interaktivit&auml;t</strong><br>
Integration von interaktiven Tools f&uuml;r Feedback und Wissenstests</li>
<li><strong>Automatisierung</strong><br>
Einsatz von Automatisierungstools erm&ouml;glichen z.&#8239;B. automatische Erinnerungen, einfache Schulungsauswertungen oder -anmeldungen</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Beispiel: Microsoft Forms-Umfragen zur Wissens&uuml;berpr&uuml;fung und zum Einholen von Feedback k&ouml;nnen direkt in das Portal integriert werden. In Kombination mit Power Automate lassen sich Ergebnisse automatisiert auswerten und f&uuml;r die weitere Schulungsplanung nutzen, z.B. zur Optimierung von Inhalten oder f&uuml;r Nachschulungen.</p>
<h3>KI-gest&uuml;tzte Schulungsinhalte und Lern-Angebote</h3>
<p style="font-weight: 400;">K&uuml;nstliche Intelligenz erweitert die M&ouml;glichkeiten digitaler Schulungen, wie z.B. E-Learning-Kurse und interaktive Lernmodule (Videos, Quiz usw.) erheblich, um auf verschiedene Bed&uuml;rfnisse der Mitarbeiter einzugehen. KI kann hierbei sowohl f&uuml;r die zielgruppengerechte Erstellung von Schulungsinhalten als auch f&uuml;r die Individualisierung und Personalisierung von Bildungsma&szlig;nahmen eingesetzt werden. Beispiele hierf&uuml;r sind:</p>
<ul style="font-weight: 400;">
<li style="list-style-type: none;">
<ul style="font-weight: 400;">
<li><strong>Erstellung von Lerninhalten</strong><br>
Gen-KI-Tools wie Microsoft Copilot oder ChatGPT k&ouml;nnen helfen, komplexe Themen verst&auml;ndlich f&uuml;r Schulungen aufzubereiten.</li>
<li><strong>Personalisierte Inhalte</strong><br>
Inhalte k&ouml;nnen auf basierend auf Mitarbeiter-Rollen, verschiedener Vorkenntnisse und Abteilungen zugeschnitten oder auf Basis des Nutzerverhaltens empfohlen werden.</li>
<li><strong>Schnelle Hilfe</strong><br>
FAQs k&ouml;nnen automatisch generiert werden und Chatbots beantworten h&auml;ufige Fragen rund um die Uhr &ndash; ohne notwendige menschliche Hilfe.</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Die Bitkom Akademie best&auml;tigt den Trend der KI-Nutzung in ihrer Studie <a href="https://bitkom-akademie.de/news/weiterbildungstrends-2024">Weiterbildungstrends 2024</a>: KI-gest&uuml;tzte Lernformate sto&szlig;en auf hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitenden. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass klassische Pr&auml;senzformate nach wie vor gesch&auml;tzt werden &ndash; &uuml;ber die H&auml;lfte der Befragten bevorzugt pers&ouml;nliche Schulungen, da diese den direkten Austausch erm&ouml;glichen, den digitale Formate (noch) nicht vollst&auml;ndig ersetzen k&ouml;nnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Cloud-Migrationen sind mehr als ein IT-Projekt &ndash; sie sind ein Kulturwandel im Unternehmen. Der Erfolg h&auml;ngt ma&szlig;geblich davon ab, wie gut die Mitarbeitenden mitgenommen und bef&auml;higt werden. Eine durchdachte Schulungsstrategie, unterst&uuml;tzt durch moderne Tools und KI, kann nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Motivation und Akzeptanz f&ouml;rdern.</p>
<p style="font-weight: 400;">Unternehmen, die fr&uuml;hzeitig in Schulungen investieren, profitieren langfristig: durch h&ouml;here Produktivit&auml;t, weniger Supportaufwand und eine nachhaltige Nutzung der neuen Technologien. Letztlich kann eine neu eingef&uuml;hrte Applikation erst dann ihre Vorteile ausspielen, wenn Mitarbeitende hierdurch produktiver arbeiten k&ouml;nnen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/cloud/schulungen-erfolgsfaktor-mensch-in-cloud-migrationen/">Schulungen: Erfolgsfaktor Mensch in Cloud-Migrationen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Datenkategorisierung in Multi-Cloud-Umgebungen: Sicherheit gewährleisten</title>
		<link>https://www.amendos.de/cloud/multi-cloud-umgebungen-datenkategorisierung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2025 08:45:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Immer mehr Unternehmen setzen auf Multi-Cloud-Umgebungen, um ihre IT-Infrastruktur flexibler, kosteneffizienter und ausfallsicherer zu gestalten. Cloud-Services bieten Vorteile wie Skalierbarkeit, geringere Betriebskosten und eine hohe Verfügbarkeit. Mit dem Einsatz verschiedener Cloud-Services bei mehreren Anbietern steigt jedoch auch die Komplexität – insbesondere im Hinblick auf die Datensicherheit. Ein zentraler Aspekt zur Gewährleistung der Datensicherheit ist eine&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Immer mehr Unternehmen setzen auf Multi-Cloud-Umgebungen, um ihre IT-Infrastruktur flexibler, kosteneffizienter und ausfallsicherer zu gestalten. <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/cloud-services-definition/" target="_self" title="Cloud-Services sind IT-Services, die von einem Dienstleister, dem sogenannten Cloud-Provider gehostet und &uuml;ber ein Netzwerk Kunden bzw. Anwendern zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Diese Services beinhalten die Bereitstellung von Infrastrukturen, z.B. Server, Storage (Infrastructure as a Service bzw. IaaS), Plattformen, d.h. Applikationsentwicklungsumgebungen (Platform as a Service bzw. PaaS) oder Software (Software as a Service bzw. SaaS).&hellip;" class="encyclopedia">Cloud-Services</a> bieten Vorteile wie Skalierbarkeit, geringere Betriebskosten und eine hohe Verf&uuml;gbarkeit. Mit dem Einsatz verschiedener <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/cloud-services-definition/" target="_self" title="Cloud-Services sind IT-Services, die von einem Dienstleister, dem sogenannten Cloud-Provider gehostet und &uuml;ber ein Netzwerk Kunden bzw. Anwendern zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Diese Services beinhalten die Bereitstellung von Infrastrukturen, z.B. Server, Storage (Infrastructure as a Service bzw. IaaS), Plattformen, d.h. Applikationsentwicklungsumgebungen (Platform as a Service bzw. PaaS) oder Software (Software as a Service bzw. SaaS).&hellip;" class="encyclopedia">Cloud-Services</a> bei mehreren Anbietern steigt jedoch auch die Komplexit&auml;t &ndash; insbesondere im Hinblick auf die Datensicherheit.</strong></p>
<p><strong>Ein zentraler Aspekt zur Gew&auml;hrleistung der Datensicherheit ist eine durchdachte Datenstrategie und Datenkategorisierung. Unternehmen m&uuml;ssen sicherstellen, dass sensible Daten angemessen gesch&uuml;tzt und Compliance-Vorgaben eingehalten werden. Hierf&uuml;r sollte von Anfang an eine klare Strategie verfolgt werden. Dieses Vorgehen beleuchten wir in diesem Blogartikel.</strong></p>
<h2><strong>Datenstrategie entwickeln</strong></h2>
<p>Eine klare und &uuml;bergreifende Datenstrategie ist erforderlich, die den Umgang mit Daten im Unternehmen festlegt und regelt. Das prim&auml;re Ziel ist es, die Integrit&auml;t, Vertraulichkeit und Verf&uuml;gbarkeit (siehe Abbildung 1) von Daten sicherzustellen. Wesentliche Elemente dieser Strategie umfassen:</p>
<ul>
<li>Datenklassifizierung</li>
<li>Datenintegrit&auml;t</li>
<li>Datenschutz</li>
<li>Datenzugriff</li>
</ul>
<p>Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Herausforderungen beim Umsetzen bestehen und exemplarischen Ma&szlig;nahmen, die Unternehmen ergreifen k&ouml;nnen, um eine einheitliche Datenstrategie umzusetzen.</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-15873 alignnone" src="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/03/Schutzziele-der-IT-Sicherheit-Grundlage-fuer-eine-robuste-Datenstrategie-1024x543.png" alt="" width="717" height="380" srcset="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/03/Schutzziele-der-IT-Sicherheit-Grundlage-fuer-eine-robuste-Datenstrategie-1024x543.png 1024w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/03/Schutzziele-der-IT-Sicherheit-Grundlage-fuer-eine-robuste-Datenstrategie-300x159.png 300w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/03/Schutzziele-der-IT-Sicherheit-Grundlage-fuer-eine-robuste-Datenstrategie-768x407.png 768w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/03/Schutzziele-der-IT-Sicherheit-Grundlage-fuer-eine-robuste-Datenstrategie-1536x814.png 1536w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2025/03/Schutzziele-der-IT-Sicherheit-Grundlage-fuer-eine-robuste-Datenstrategie.png 1920w" sizes="(max-width: 717px) 100vw, 717px"></p>
<p>Abbildung 1: Schutzziele der IT-Sicherheit: Grundlage f&uuml;r eine robuste Datenstrategie</p>
<h2><strong>Bedeutung der Datenkategorisierung</strong></h2>
<p>Ob DSGVO, <a href="https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Standards-und-Zertifizierung/IT-Grundschutz/it-grundschutz_node.html">BSI-Grundschutz</a> oder ISO 27001 &ndash; Unternehmen m&uuml;ssen wissen, welche Daten in welcher Form gespeichert und verarbeitet werden. Gerade bei einer <a href="https://www.amendos.de/projektmanagement/leitfaden-fuer-die-cloud-migration-einer-applikation/">Cloud-Migration</a> ist dabei auch eine genaue Klassifizierung von Daten notwendig, um sicherzustellen, dass sensible Informationen nicht ungesch&uuml;tzt oder unverschl&uuml;sselt in eine Public Cloud &uuml;bertragen und gespeichert werden.</p>
<p>Befinden sich die Daten in einer nicht ausreichend gesch&uuml;tzten Cloud-Umgebung und es kommt zu einem Datenleck, drohen nicht nur hohe Geldstrafen, sondern auch Vertrauensverlust. Datenschutzverst&ouml;&szlig;e, finanzielle Einbu&szlig;en oder Datenverlust k&ouml;nnen ebenfalls die Folge sein. Der Schaden ist dann besonders hoch, wenn kritische Gesch&auml;ftsgeheimnisse oder vertrauliche Daten in die falschen H&auml;nde geraten.</p>
<h2><strong>Herausforderungen der Datenkategorisierung</strong></h2>
<p>Die Datenkategorisierung bringt gleich mehrere Herausforderungen mit sich, insbesondere in Multi-Cloud-Umgebungen, in denen Daten &uuml;ber verschiedene Plattformen hinweg verwaltet werden:</p>
<ul>
<li><strong>Datenkomplexit&auml;t:</strong>&nbsp;Unternehmen generieren und speichern t&auml;glich eine Vielzahl strukturierter und unstrukturierter Daten, von Datenbanken bis hin zu Dokumenten in der Cloud. Diese Datenmengen einheitlich zu klassifizieren, erfordert ein durchdachtes Konzept.</li>
<li><strong>Vielzahl an Datenquellen und Formaten:</strong>&nbsp;Daten stammen aus unterschiedlichen Applikationen, Cloud-Diensten und internen Systemen. Die Vielfalt an Formaten und Speicherorten erschwert eine standardisierte Klassifizierung und erfordert eine &uuml;bergreifende Strategie.</li>
<li><strong>Konsistenz bei mehreren Cloud-Providern:</strong>&nbsp;Verschiedene Cloud-Anbieter nutzen unterschiedliche Sicherheitsmechanismen und Standards. Unternehmen m&uuml;ssen sicherstellen, dass unabh&auml;ngig vom Anbieter die gleichen Sicherheitsrichtlinien f&uuml;r alle Cloud-Umgebungen angewendet werden.</li>
</ul>
<p>Diese Herausforderungen zeigen, dass Unternehmen gezielte Ma&szlig;nahmen ergreifen m&uuml;ssen, um ein einheitliches Vorgehen in allen genutzten Cloud-Umgebungen sicherzustellen.</p>
<h3><strong>1. Klare Datenklassifizierung</strong></h3>
<p style="text-align: left;">Ein wichtiges Element zur Umsetzung der Datenstrategie ist die einheitliche Klassifizierung von Daten. Hierf&uuml;r sollten Unternehmen bestehende Informationsrichtlinien auf den Pr&uuml;fstand stellen und bestimmen, welche Daten wie klassifiziert werden und welcher Schutzbedarf erforderlich ist. Sind entsprechende Richtlinien nicht vorhanden, m&uuml;ssen diese erst festgelegt werden. Eine Unterteilung von Datenklassen k&ouml;nnte beispielsweise wie folgt aussehen:</p>
<table class=" aligncenter" style="height: 310px;" width="624">
<tbody>
<tr>
<td width="201"><strong>Datenklasse</strong></td>
<td width="201"><strong>Beispiel</strong></td>
<td width="201"><strong>Schutzma&szlig;nahmen</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="201">&Ouml;ffentliche Daten</td>
<td width="201">Unternehmenswebsite, Blogbeitr&auml;ge</td>
<td width="201">Keine besonderen Schutzma&szlig;nahmen</td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Interne Daten</td>
<td width="201">Interne Richtlinien, Organigramme</td>
<td width="201">Zugriffskontrolle, Backup</td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Vertrauliche Daten</td>
<td width="201">Kundendaten, Gesch&auml;ftszahlen</td>
<td width="201">Verschl&uuml;sselung, MFA</td>
</tr>
<tr>
<td width="201">Streng vertrauliche Daten</td>
<td width="201">Finanzdaten, geistiges Eigentum</td>
<td width="201">H&ouml;chste Sicherheitsma&szlig;nahmen, Zero Trust, SIEM</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Abbildung 2: Datenklassifizierung mit passenden Schutzma&szlig;nahmen</p>
<p>Aus diesen Datenklassen ergeben sich je Klasse die ben&ouml;tigten Schutzma&szlig;nahmen, um insbesondere Datenintegrit&auml;t und -vertraulichkeit zu gew&auml;hrleisten.</p>
<h3><strong>2. Geeignete Schutzma&szlig;nahmen definieren</strong></h3>
<p>F&uuml;r ihre Daten m&uuml;ssen Unternehmen angemessene Schutzma&szlig;nahmen definieren und diese auch konsequent bei allen Cloud-Plattformen anwenden. &nbsp;Hierbei gilt: F&uuml;r alle genutzten Cloud-Anbieter sollten dieselben standardisierten und &uuml;bergreifenden Sicherheitsvorgaben festgelegt werden. Gemessen am Schutzbedarf k&ouml;nnen beispielhafte Ma&szlig;nahmen sein:</p>
<p><strong>Technische Ma&szlig;nahmen:</strong></p>
<ul>
<li>Implementierung von Verschl&uuml;sselung f&uuml;r sensible Daten</li>
<li>Zugriffsbeschr&auml;nkungen basierend auf Benutzerrollen</li>
<li>Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zur Absicherung des Zugriffs</li>
<li>Einsatz von Datenklassifizierungs- und Monitoring-Tools</li>
<li>Einbindung von SIEM-L&ouml;sungen (Security Information and Event Management)</li>
</ul>
<p><strong>Organisatorische Ma&szlig;nahmen:</strong></p>
<ul>
<li>Dokumentation aller sicherheitsrelevanten Prozesse und regelm&auml;&szlig;ige Updates der Richtlinien</li>
<li>Regelm&auml;&szlig;ige Audits oder &Uuml;berpr&uuml;fung der Datennutzung</li>
<li>Regelm&auml;&szlig;ige Schulungen und Awareness-Programme der Mitarbeiter</li>
</ul>
<h3><strong>3. Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter</strong></h3>
<p>Schulungen der Mitarbeiter sind eine besonders wichtige Ma&szlig;nahme, um neue Richtlinien &uuml;berhaupt erst im Unternehmen zu etablieren. Zudem spielen Mitarbeiter eine zentrale Rolle bei Einhaltung der Datensicherheit. Unternehmen sollten deswegen regelm&auml;&szlig;ige Schulungen durchf&uuml;hren, um sicherzustellen, dass alle Beteiligten &uuml;ber die richtige Handhabung von (sensiblen) Daten informiert sind. Hierzu geh&ouml;ren auch klare Richtlinien zur Datenhandhabung und die Bewusstseinsschaffung f&uuml;r Risiken und m&ouml;gliche Folgen. Dies reduziert auch das Risiko unbewusster Datenschutzverst&ouml;&szlig;e. Wenn Unternehmen ihren strategischen Cloud-Ansatz &auml;ndern, f&uuml;hrt dies unweigerlich dazu, dass Mitarbeiter die Datenhandhabung &bdquo;neu lernen&ldquo; m&uuml;ssen.</p>
<h3><strong>4. Technologische Tool-Unterst&uuml;tzung</strong></h3>
<p>Moderne Technologien k&ouml;nnen Unternehmen dabei unterst&uuml;tzen, die Datenkategorisierung und -klassifizierung effizienter zu gestalten. KI-gest&uuml;tzte L&ouml;sungen analysieren und kategorisieren Daten automatisch, was den manuellen Aufwand reduzieren kann. Beispiele f&uuml;r solche Tools sind Microsoft Purview oder AWS Macie, die maschinelles Lernen nutzen, um sensible Daten in gro&szlig;en Datenmengen zu identifizieren und Schutzmechanismen anzuwenden.</p>
<h3><strong>5. Regelm&auml;&szlig;ige &Uuml;berpr&uuml;fung und Anpassung</strong></h3>
<p>Datenkategorisierung ist ein kontinuierlicher Prozess. Unternehmen sollten daher regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berpr&uuml;fen, ob ihre Klassifizierung und Schutzma&szlig;nahmen noch aktuellen Sicherheitsanforderungen entsprechen und diese bei Bedarf anpassen. Automatisierte Monitoring-Tools k&ouml;nnen helfen, Ver&auml;nderungen zu erkennen und Anpassungen vorzunehmen.</p>
<h2><strong>Fazit &ndash; Datenkategorisierung in Multi-Cloud-Umgebungen<br>
</strong></h2>
<p>Eine einheitliche Datenstrategie und ein standardisiertes Vorgehen sind unverzichtbar f&uuml;r Unternehmen, die Multi-Cloud-Umgebungen nutzen. Gezielte Ma&szlig;nahmen erm&ouml;glichen nicht nur die Einhaltung von Compliance-Vorgaben, sondern sch&uuml;tzen auch kritische Gesch&auml;ftsdaten vor unbefugtem Zugriff. Mit einer durchdachten Strategie, dem Einsatz moderner Technologien und der Schulung der Mitarbeiter k&ouml;nnen Unternehmen ihre Datenbest&auml;nde effektiv sch&uuml;tzen und das Risiko von Sicherheitsverletzungen minimieren. Wer sich fr&uuml;hzeitig mit einer klaren Datenstrategie auseinandersetzt, kann das Potenzial moderner Cloud-Infrastrukturen nutzen, ohne dabei die Datensicherheit zu gef&auml;hrden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Leitfaden für die Cloud-Migration einer Applikation</title>
		<link>https://www.amendos.de/projektmanagement/leitfaden-fuer-die-cloud-migration-einer-applikation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Oct 2024 10:05:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projektmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Transition]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zunehmend entscheiden sich Unternehmen dafür, Applikationen vorzugsweise in der Cloud zu betreiben. Die Migration einer Applikation in die Cloud ist ein nicht zu unterschätzendes Projekt, das eine sorgfältige Planung und Umsetzung erfordert. In diesem Blogartikel stellen wir einen Leitfaden vor, der die Cloud-Migration einer Applikation in sechs Phasen abwickelt. Wir veranschaulichen das Vorgehen anhand der&#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zunehmend entscheiden sich Unternehmen daf&uuml;r, Applikationen vorzugsweise in der Cloud zu betreiben. Die Migration einer Applikation in die Cloud ist <a href="https://www.cio.de/a/ohne-strategie-ist-alles-nichts,3614558">ein nicht zu untersch&auml;tzendes Projekt</a>, das eine sorgf&auml;ltige Planung und Umsetzung erfordert. In diesem Blogartikel stellen wir einen Leitfaden vor, der die Cloud-Migration einer Applikation in sechs Phasen abwickelt. Wir veranschaulichen das Vorgehen anhand der Migration einer Applikation in eine SaaS- (Software-as-a-Service-) L&ouml;sung. Dabei gehen wir auf die wichtigsten Bestandteile und Schritte der Phasen ein. Ziel des vorgestellten Verfahrens ist es, eine den Unternehmensanforderungen gerecht werdende Ziell&ouml;sung in der Cloud sicherzustellen.</strong></p>
<h3><strong>Ausgangslage</strong></h3>
<p>Immer mehr Unternehmen entscheiden sich f&uuml;r die Migration ihrer Applikationen in die Cloud und damit daf&uuml;r, bestehende On-Prem-Infrastruktur abzul&ouml;sen und zu modernisieren. Viele Sicherheitsstandards haben sich in den letzten Jahren etabliert und auch das Sicherheitsniveau der Cloud-Anbieter hat sich erh&ouml;ht, was die Migration von Applikationen in die Cloud f&uuml;r viele Unternehmen attraktiver macht.</p>
<p>Aber wie ist bei der Migration vorzugehen, damit die Ziell&ouml;sung in der Cloud nicht nur Funktions- und Sicherheits-, sondern auch <a href="https://www.amendos.de/compliance/cloud-compliance-aktuelle-vorgaben/">Compliance-Anforderungen</a> gerecht wird? Und damit sie sich zudem nahtlos in die bestehende IT-Landschaft des eigenen Unternehmens (on-Prem und in der Cloud) integriert?</p>
<h3><strong>Leitfaden in 6 Phasen</strong></h3>
<p>Hierf&uuml;r stellen wir einen Leitfaden f&uuml;r die Cloud-Migration in sechs Phasen vor, der sicherstellen soll, dass die Cloudl&ouml;sung allen Anforderungen des eigenen Unternehmens gerecht wird.</p>
<p>Im Folgenden beleuchten wir die sechs Phasen der Cloud-Migration im Detail und erl&auml;utern die wichtigsten Bestandteile und Schritte jeder Phase. Dabei weisen wir auf die entscheidenden Aspekte hin, die in jeder Phase besonders beachtet werden sollten.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-15422" src="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/10/phasen-300x42.png" alt="" width="700" height="98" srcset="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/10/phasen-300x42.png 300w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/10/phasen-1024x145.png 1024w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/10/phasen-768x108.png 768w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/10/phasen-1536x217.png 1536w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/10/phasen.png 1920w" sizes="(max-width: 700px) 100vw, 700px"></p>
<p>Abbildung 1: Cloud-Migration einer Applikation in sechs Phasen</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>1. Ist- und Anforderungsanalyse<br>
</strong></h3>
<p>Der erste Schritt jeder Cloud-Migration ist die Analyse der Ist-Situation und der Anforderungen. In dieser Phase werden die Anwendung, Datenbest&auml;nde und Gesch&auml;ftsprozesse detailliert erfasst und analysiert. Dabei ist wichtig, die bestehenden Anwendungen mit allen Abh&auml;ngigkeiten sowie Daten genau zu identifizieren und zu dokumentieren.</p>
<p><strong>Wichtige Bestandteile dieser Phase:</strong></p>
<ul>
<li>Bestandsaufnahme der aktuellen IT-Infrastruktur</li>
<li>Identifikation von Anwendungsfunktionen, Daten und Datenklassen</li>
<li>Ermittlung regulatorischer und gesetzlicher Anforderungen (z.B. DSGVO)</li>
<li>Bewertung aktueller Sicherheitsma&szlig;nahmen</li>
</ul>
<p>Ein wichtiger Aspekt dieser Phase ist die Sicherheitsanalyse und daraus resultierenden Sicherheitsanforderungen. Hierbei sollte das Projektteam bestehende Sicherheitsl&uuml;cken identifizieren und als Teil einer allumfassenden Risikoanalyse angemessen bewerten.</p>
<h3><strong>2. Sollkonzept</strong></h3>
<p>Auf Basis der Ist-Analyse wird ein Sollkonzept erstellt, das die Zielarchitektur der zuk&uuml;nftigen Cloud-Umgebung und die Anforderungen an die Cloud-Anwendung festlegt. Hierbei sollten insbesondere g&auml;ngige Ma&szlig;nahmen f&uuml;r Cloud-Sicherheit geschaffen und ber&uuml;cksichtigt werden.</p>
<p><strong>Wichtige Bestandteile des Sollkonzepts:</strong></p>
<ul>
<li>Festlegen der Cloud-Auswahl und der Zielarchitektur, inkl. notwendiger Schnittstellen</li>
<li>Bereitstellung der notwendigen Funktionen in der Cloud</li>
<li>Zentrale Sicherheitsanforderungen und -ma&szlig;nahmen</li>
<li>Betriebs- und Wartungskonzept</li>
<li>Monitoring-Tools, z.B. f&uuml;r Service-&Uuml;berwachung und Kostenkontrolle</li>
</ul>
<p>Das Sollkonzept dient als Grundlage f&uuml;r die folgenden Phasen und stellt sicher, dass alle Anforderungen an die neue Umgebung klar definiert sind. Auch sollte das Projektteam hierbei die Einhaltung etablierter Sicherheitsstandards des eigenen Unternehmens sicherstellen.</p>
<h3><strong>3. Cloud-Einrichtung</strong></h3>
<p>Nachdem das Sollkonzept abgeschlossen ist, wird In dieser Phase die Cloud-Umgebung eingerichtet. Dies umfasst insbesondere die Konfiguration der Cloud-Umgebung, die Implementierung von Sicherheitsma&szlig;nahmen und ein initialer Datentransfer ins Zielsystem. W&auml;hrend viele Cloud-Anbieter Tools und Mechanismen zur Gew&auml;hrleistung von Sicherheits- und Compliance-Anforderungen anbieten, sind diese vom Cloud-Kunden oft erst zu aktivieren bzw. an die Bed&uuml;rfnisse des Unternehmens anzupassen.</p>
<p><strong>Schritte der Cloud-Einrichtung:</strong></p>
<ul>
<li>Einrichtung der Cloud-Infrastruktur und -Anwendung</li>
<li>Aktivierung von Lizenzen und Tools</li>
<li>Konfiguration von Funktionen und Schnittstellen</li>
<li>Implementierung von Sicherheitskonfigurationen, wie Firewall, Verschl&uuml;sselung und Zugriffsrechte</li>
<li>Daten&uuml;bertragung</li>
</ul>
<p>F&uuml;r die zu implementierenden Sicherheitsma&szlig;nahmen sind in der Regel unternehmensweite Standards vorhanden, die eingehalten werden m&uuml;ssen. Daneben k&ouml;nnen auch (zus&auml;tzliche) Empfehlungen, z.B. vom <a href="https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/informationen-und-empfehlungen_node.html">Bundesamt f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)</a> zum Einsatz kommen. Generell ist Security-by-Design hier ein wichtiger Ansatz: Sicherheitsmechanismen sollten von Anfang an integriert werden<strong>.</strong></p>
<h3><strong>4. Testphase / Pilot</strong></h3>
<p>Nachdem die Cloud-Umgebung eingerichtet wurde, muss die neue Cloud-Umgebung in einer Testphase ausf&uuml;hrlich getestet werden. Hierf&uuml;r ist ausreichend Zeit einzuplanen. Je nach Komplexit&auml;t der Anwendung ist auch eine Pilotphase sinnvoll. Ziel dieser Phase ist es, die Cloud-Umgebung einer sorgf&auml;ltigen Pr&uuml;fung zu unterziehen und m&ouml;gliche Probleme fr&uuml;hzeitig zu erkennen und zu beheben.</p>
<p><strong>Schritte der Testphase:</strong></p>
<ul>
<li>Definieren von Testf&auml;llen auf Basis von Anwendungsszenarien (Use-Cases)</li>
<li>Testen der Use-Cases, Leistung und Sicherheit</li>
<li>Evaluierung von Tests und Konfigurationsanpassungen</li>
<li>Beheben von M&auml;ngeln und Problemen</li>
</ul>
<p>Testf&auml;lle, die in dieser Phase herangezogen werden, sollten regul&auml;re Anwendungsszenarien, wie auch Ausnahmeszenarien abdecken, um ein m&ouml;glichst vollst&auml;ndiges Bild widerzuspiegeln. Das Projektteam sollte bei den Tests alle relevanten Stakeholder involvieren.</p>
<h3><strong>5. Migration</strong></h3>
<p>In dieser Phase werden die restliche Datenmigration und der &Uuml;bergang der Anwendung in die Cloud abgeschlossen. Um Risiken und Ausfallzeiten zu minimieren, kann der &Uuml;bergang in mehreren Schritten durchgef&uuml;hrt werden.</p>
<p><strong>Schritte der Migration:</strong></p>
<ul>
<li>Vorbereitung der Anwendung und der Daten f&uuml;r die (Rest-) Migration</li>
<li>Schulungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Mitarbeiter</li>
<li>Durchf&uuml;hrung der Datenmigration und -aktualisierung</li>
<li>Tests und &Uuml;berwachung der Migration und Behebung von Problemen</li>
</ul>
<p>Grunds&auml;tzlich ist w&auml;hrend der Datenmigration wichtig, die Datenintegrit&auml;t und -sicherheit sicherzustellen. Hierf&uuml;r sollten geeignete Tools ausgew&auml;hlt und sichere &Uuml;bertragungswege gew&auml;hrleistet werden.</p>
<h3><strong>6. &Uuml;bergabe Betrieb</strong></h3>
<p>Nach der Migration erfolgt die &Uuml;bergabe an das interne oder externe Betreiber-Team, Projektteam und Betreiber-Team &uuml;berf&uuml;hren die Anwendung in den Regelbetrieb. Auch nach erfolgreichem Abschluss der Cloud-Migration sollte das Betreiber-Team die Cloud-Umgebung laufend pr&uuml;fen und Optimierungen vorgenehmen, zudem m&uuml;ssen regelm&auml;&szlig;ig Betriebskosten &uuml;berwacht und Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fungen vorgenommen werden.</p>
<p><strong>Wesentliche Bestandteile:</strong></p>
<ul>
<li>Dokumentations&uuml;bergabe an Betriebsteams</li>
<li>Initiieren von Support- und Hyper-Care-Teams</li>
<li>Audits und Sicherheits&uuml;berpr&uuml;fungen</li>
<li>Kontinuierliche &Uuml;berwachung- und Optimierung der Cloud-Umgebung</li>
</ul>
<h3><strong>Fazit &ndash; Cloud-Migration einer Applikation<br>
</strong></h3>
<p>Die Migration in die Cloud ist ein komplexes Projekt, das eine genaue Planung aller relevanten Aspekte und eine sorgf&auml;ltige Umsetzung erfordert. Durch die Ber&uuml;cksichtigung bew&auml;hrter Sicherheitsstandards kann eine sichere Cloud-Umgebung aufgebaut werden, die den unternehmensspezifischen Anforderungen gerecht wird. Jede der sechs Phasen &ndash; von der Ist- und Anforderungsanalyse bis zur &Uuml;bergabe des Betriebs &ndash; spielt eine entscheidende Rolle f&uuml;r eine solide Cloud-Migration und nachhaltigem Nutzen f&uuml;r das eigene Unternehmen. Dabei sind die Zusammenarbeit und das Zusammenspiel aller beteiligten Teams und Abteilungen entscheidend, um ein erfolgreiches Migrationsergebnis zu erzielen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>EU-Verordnung DORA &#8211; Inhalte und Umsetzungstipps</title>
		<link>https://www.amendos.de/compliance/eu-verordnung-dora-inhalte-und-umsetzungstipps/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Mar 2024 16:26:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Compliance]]></category>
		<category><![CDATA[Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Outsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.amendos.de/?p=14322</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/compliance/eu-verordnung-dora-inhalte-und-umsetzungstipps/">EU-Verordnung DORA &#8211; Inhalte und Umsetzungstipps</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper" id="wpb-content-root"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid dt-default" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element ">
		<div class="wpb_wrapper">
			<p style="font-weight: 400;"><strong>Die EU-Verordnung DORA (Digital Operational Resilience Act) ist ein gemeinsamer Rahmen f&uuml;r den europ&auml;ischen Finanzsektor, um den Umgang mit Cybersicherheit und IKT-Risiken zu regeln. Ziel von DORA ist die St&auml;rkung des EU-Finanzmarktes durch die Harmonisierung von Anforderungen und Standards in den Bereichen Cybersicherheit und IKT-Risiken, um die Widerstandsf&auml;higkeit und Anpassungsf&auml;higkeit &ndash; die operationale Resilienz &ndash; bei Finanzunternehmen bei und nach St&ouml;rungsf&auml;llen aufrechtzuerhalten. Bis 2025 muss die Umsetzung erfolgt sein, aber wie erreicht man dies mit &uuml;berschaubarem Aufwand? Wir geben in diesem Blogbeitrag einen &Uuml;berblick zu DORA. Zudem geben wir grundlegende Tipps, wie man die Vorgaben umsetzen kann. </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div>
<h2><strong>DORA gilt ab Anfang 2025</strong></h2>
</div>
<p style="font-weight: 400;">Der Digital Operational Resilience Act betrifft den Finanzsektor und umfasst grunds&auml;tzlich nahezu alle beaufsichtigten Institute und Unternehmen des europ&auml;ischen Finanzsektors. Neben Banken sind dies unter anderem auch Versicherungs- und R&uuml;ckversicherungsunternehmen. Unternehmen m&uuml;ssen schon aktiv werden: Die EU-Verordnung ist bereits im Januar 2023 in Kraft getreten und findet nach 2-j&auml;hriger Umsetzungsfrist ab dem 17. Januar 2025 Anwendung.</p>
<p style="font-weight: 400;">Im Januar 2024 wurden von den ESAs* (European Supervisory Authorities) nun die ersten finalen Entw&uuml;rfe der <a href="https://www.esma.europa.eu/press-news/esma-news/esas-publish-first-set-rules-under-dora-ict-and-third-party-risk-management">technischen Regulierungs- und Implementierungsstandards</a> ver&ouml;ffentlicht, ein Set an Standards, um einheitliche Regulierung im Bereich der Betriebsabl&auml;ufe sicherzustellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_14323" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-14323" class="wp-image-14323" src="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Zeitlicher-Verlauf-300x146.png" alt="Abbildung 1: DORA-Verordnung: Zeitleiste" width="600" height="292" srcset="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Zeitlicher-Verlauf-300x146.png 300w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Zeitlicher-Verlauf-1024x498.png 1024w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Zeitlicher-Verlauf-768x374.png 768w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Zeitlicher-Verlauf-1536x748.png 1536w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Zeitlicher-Verlauf.png 1732w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px"><p id="caption-attachment-14323" class="wp-caption-text">Abbildung 1: DORA-Verordnung: Zeitleiste</p></div>
<h2></h2>
<p style="font-weight: 400;">*= Die Europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rden / European Supervisory Authorities (ESAs) sind:<br>
EBA: Europ&auml;ische Bankenaufsichtsbeh&ouml;rde<br>
ESMA: Europ&auml;ische Wertpapier- und Marktaufsichtsbeh&ouml;rde<br>
EIOPA: Europ&auml;ische Aufsichtsbeh&ouml;rde f&uuml;r das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Was regelt DORA</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Die EU-Verordnung DORA hat das Ziel, die Widerstandsf&auml;higkeit gegen Cyberangriffe und die digitale Sicherheit zu st&auml;rken. Sie legt Anforderungen an Cybersicherheit, Betriebskontinuit&auml;t und Krisenmanagement fest, um damit sicherzustellen, dass Prozesse unter Bedingungen wie Cyberangriffen und bei technischen Ausf&auml;llen weiter verf&uuml;gbar bleiben. DORA legt den Schwerpunkt auf das IKT-<a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/risikomanagement/" target="_self" title="Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und &Uuml;berwachung von Risiken, die den Erfolg eines Unternehmens gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren fr&uuml;hzeitig zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dabei umfasst Risikomanagement sowohl strategische als auch operative Risiken &ndash; von Marktentwicklungen &uuml;ber regulatorische Ver&auml;nderungen bis hin zu&hellip;" class="encyclopedia">Risikomanagement</a> und orientiert sie sich an nationalen und internationalen Best Practices und Standards.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Regelungen umfassen folgende 6 Bereiche und Inhalte:</p>
<table style="font-weight: 400;">
<tbody>
<tr>
<td width="302"><strong>Bereich</strong></td>
<td width="302"><strong>Merkmale</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="302">IKT-<a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/risikomanagement/" target="_self" title="Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und &Uuml;berwachung von Risiken, die den Erfolg eines Unternehmens gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren fr&uuml;hzeitig zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dabei umfasst Risikomanagement sowohl strategische als auch operative Risiken &ndash; von Marktentwicklungen &uuml;ber regulatorische Ver&auml;nderungen bis hin zu&hellip;" class="encyclopedia">Risikomanagement</a>:</td>
<td width="302">
<ul>
<li>Kontrollfunktion ist zust&auml;ndig f&uuml;r &Uuml;berwachung der Risiken</li>
<li><span style="font-family: inherit; font-size: inherit;">technische Risiken identifizieren und angemessen reagieren</span></li>
<li><span style="font-family: inherit; font-size: inherit;">Mechanismen Pr&auml;vention bis Bew&auml;ltigung</span></li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">Meldewesen zu IKT-Vorf&auml;llen und wesentlichen Cyberbedrohungen:</td>
<td width="302">
<ul>
<li>Klassifizierung von Vorf&auml;llen / Incidents</li>
<li><span style="font-family: inherit; font-size: inherit;">Strukturierter Vorgang von Meldungen / Meldepflichten</span></li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">Testen der digitalen operationellen Resilienz und Threat-led Penetration Testing (TLPT):</td>
<td width="302">
<ul>
<li>Belastbarkeitstests</li>
<li><span style="font-family: inherit; font-size: inherit;">Tests Robustheit / Schwachstellen</span></li>
<li><span style="font-family: inherit; font-size: inherit;">Pr&uuml;fung von Sicherheitsstandards</span></li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">IKT-Drittpartei-<a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/risikomanagement/" target="_self" title="Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und &Uuml;berwachung von Risiken, die den Erfolg eines Unternehmens gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren fr&uuml;hzeitig zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dabei umfasst Risikomanagement sowohl strategische als auch operative Risiken &ndash; von Marktentwicklungen &uuml;ber regulatorische Ver&auml;nderungen bis hin zu&hellip;" class="encyclopedia">Risikomanagement</a>:</td>
<td width="302">Vertragsbestandteile, z.B. notwendige Bestandteile, wie Unterst&uuml;tzung des Dienstleisters bei Vorf&auml;llen</td>
</tr>
<tr>
<td width="302">Europ&auml;isches &Uuml;berwachungsrahmenwerk f&uuml;r kritische IKT-Drittdienstleister:
<p>&nbsp;</p></td>
<td width="302">&Uuml;berwachung von kritischen IT-Dienstleistern (kritisch z.B. hinsichtlich Auswirkung von Betriebsst&ouml;rungen auf den gesamten Finanzmarkt / Anzahl
<p>der Kunden oder viele systemrelevante</p>
<p>Finanzunternehmen als Kunden)</p></td>
</tr>
<tr>
<td width="302">&bdquo;Information Sharing&ldquo; sowie Cyberkrisen- und Notfall&uuml;bungen:</td>
<td width="302">Informationsaustausch (auf EU-Ebene) =&gt; Ma&szlig;nahmen ableiten =&gt; kontinuierliche Verbesserung</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Regelung des Meldewesens</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">In Bezug auf die Umsetzung von DORA sind einheitlich geregelte Meldeprozesse f&uuml;r Vorf&auml;lle in europ&auml;ischen Finanzunternehmen ein wichtiger Aspekt. Parallelen zur Melde-/Berichtspflicht finden sich auch z.B. bei der NIS2-Richtlinie. Vorf&auml;lle werden zun&auml;chst an die zust&auml;ndige nationale Beh&ouml;rde gemeldet und unter Einbezug der europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rden bewertet. Anschlie&szlig;end werden sie bei entsprechender Relevanz an andere Mitgliedsstaaten und weitere Instanzen weitergeleitet. Abbildung 2 zeigt einen Vorfall im DORA-Meldeprozess mit der BaFin als zentrales Element im Zusammenspiel mit BSI und europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rden:</p>
<div id="attachment_14325" style="width: 610px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-14325" class="wp-image-14325" src="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Beispiel-Meldewesen-300x149.png" alt="Abbildung 2: Meldewesen zu IKT-Vorf&auml;llen im Finanzsektor BaFin, Quelle: BaFin &ldquo;Incident-Meldewesen&ldquo; 12/2023" width="600" height="298" srcset="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Beispiel-Meldewesen-300x149.png 300w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Beispiel-Meldewesen-1024x508.png 1024w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Beispiel-Meldewesen-768x381.png 768w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2024/03/DORA-Beispiel-Meldewesen.png 1390w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px"><p id="caption-attachment-14325" class="wp-caption-text">Abbildung 2: Meldewesen zu IKT-Vorf&auml;llen im Finanzsektor BaFin, Quelle: BaFin &ldquo;Incident-Meldewesen&ldquo; 12/2023</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Regulierungs- und Implementierungsstandards von DORA</strong></h2>
<div>
<div>
<p>Die oben genannten, von den ESAs ver&ouml;ffentlichten Entw&uuml;rfe der technischen Regulierungs- und Implementierungsstandards (RTS und ITS) sollen bei der Umsetzung unterst&uuml;tzen und diese erleichtern: Die <b>technischen Regulierungsstandards </b>(RTS) enthalten detaillierte, spezifische Vorschriften und technische Anforderungen, z.B. in Bezug auf IKT-<a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/risikomanagement/" target="_self" title="Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und &Uuml;berwachung von Risiken, die den Erfolg eines Unternehmens gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren fr&uuml;hzeitig zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dabei umfasst Risikomanagement sowohl strategische als auch operative Risiken &ndash; von Marktentwicklungen &uuml;ber regulatorische Ver&auml;nderungen bis hin zu&hellip;" class="encyclopedia">Risikomanagement</a> und Sicherheitsma&szlig;nahmen bei IT-Systemen, die <b>technischen Durchf&uuml;hrungsstandards</b> (ITS) spezifische Vorschriften oder Verfahren, z.B. Anleitungen zur Durchf&uuml;hrung der Sicherheitstests oder Berichterstattung &uuml;ber Sicherheitsvorf&auml;lle.<br>
Die Europ&auml;ischen Kommission pr&uuml;ft diese Entw&uuml;rfe, damit diese im Einklang mit europ&auml;ischen Gesetzen und politischen Zielen stehen. Sie werden zum verbindlichen Standard f&uuml;r die Umsetzung von DORA. Da diese Standards die Anforderungen von DORA konkretisieren, erm&ouml;glichen sie auch die bessere Bewertung des Umsetzungsaufwands f&uuml;r Unternehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Abgrenzung zu anderen Regulierungsvorgaben</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">DORA grenzt thematisch an aktuelle andere Vorgaben und Richtlinien an, wie beispielsweise an die <strong>NIS2-Richtlinie</strong>, die das Gesamtniveau der Cybersicherheit der EU st&auml;rken soll und an TIBER (Threat Intelligence-based Ethical Red Teaming), welche die Widerstandsf&auml;higkeit gegen Cyberangriffe durch pr&auml;ventive Tests f&ouml;rdern soll. Wenn ein Unternehmen auch in die NIS2-Richtlinie f&auml;llt, gilt: Sofern die DORA-Anforderung spezifischer ist, ist diese vorrangig.</p>
<p style="font-weight: 400;">F&uuml;r den Bankensektor hat die European Banking Authority EBA 2019 die <a href="https://www.amendos.de/compliance/cloud-compliance-aktuelle-vorgaben/"><strong>EBA-Leitlinien</strong> <strong>zu Auslagerungen</strong></a> sowie <strong>Leitlinien zu Management von IKT- und Sicherheitsrisiken</strong> ver&ouml;ffentlicht und darin Ma&szlig;nahmen f&uuml;r das <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/risikomanagement/" target="_self" title="Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und &Uuml;berwachung von Risiken, die den Erfolg eines Unternehmens gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren fr&uuml;hzeitig zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dabei umfasst Risikomanagement sowohl strategische als auch operative Risiken &ndash; von Marktentwicklungen &uuml;ber regulatorische Ver&auml;nderungen bis hin zu&hellip;" class="encyclopedia">Risikomanagement</a> definiert, welche die Anforderungen an Informationssicherheit und Auslagerungen betreffen. Hierbei handelt es sich jedoch um Empfehlungen bzw. Leitlinien, die nur f&uuml;r den Bankensektor gelten.</p>
<p style="font-weight: 400;"><span style="font-weight: 400;">Die DORA-Verordnung schlie&szlig;t dabei grunds&auml;tzlich die Inhalte dieser Vorgaben und Richtlinien ein. DORA</span><span style="font-weight: 400;"> stellt dabei die konsistente Vereinheitlichung bekannter Verordnungen und Anforderungen im Kontext von Betriebsstabilit&auml;t und Gesch&auml;ftskontinuit&auml;t in den Fokus. Sie betrifft dabei &ndash; anders als die EBA-Leitlinien &ndash; nicht nur den EU-Bankensektor, sondern den gesamten EU-Finanzsektor.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2 style="font-weight: 400;"><strong>Wie integriert sich DORA in die deutschen Finanzregulierungsvorgaben</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Es gibt eine Reihe von Verordnungen der deutschen Regulierungsbeh&ouml;rde BaFin, wie zum Beispiel die BAIT &ndash; (Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT). Die BaFin ist auch f&uuml;r die Umsetzung von DORA auf nationaler Ebene zust&auml;ndig, einschlie&szlig;lich &Uuml;berwachung und Kontrolle. Zudem hat sie eine weitere wesentliche Rolle: Sie ist die zentrale Meldestelle f&uuml;r IKT-Vorf&auml;lle und das Bindeglied in Zusammenarbeit mit anderen nationalen Aufsichtsbeh&ouml;rden und der EBA. Dabei arbeitet sie mit den europ&auml;ischen Aufsichtsbeh&ouml;rden zusammen, damit eine konsistente Durchsetzung in der EU stattfindet.</p>
<p style="font-weight: 400;">Auch die BaFin hat schon in der Vergangenheit Anforderungen und Praktiken im deutschen Finanzsektor etabliert, die sich jetzt bei DORA widerspiegeln:</p>
<ul>
<li style="list-style-type: none;">
<ul>
<li>harmonisierte Anforderungen an das IKT-<a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/risikomanagement/" target="_self" title="Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und &Uuml;berwachung von Risiken, die den Erfolg eines Unternehmens gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren fr&uuml;hzeitig zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dabei umfasst Risikomanagement sowohl strategische als auch operative Risiken &ndash; von Marktentwicklungen &uuml;ber regulatorische Ver&auml;nderungen bis hin zu&hellip;" class="encyclopedia">Risikomanagement</a><br>
z.B. Mindestanforderungen an das <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/risikomanagement/" target="_self" title="Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und &Uuml;berwachung von Risiken, die den Erfolg eines Unternehmens gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren fr&uuml;hzeitig zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dabei umfasst Risikomanagement sowohl strategische als auch operative Risiken &ndash; von Marktentwicklungen &uuml;ber regulatorische Ver&auml;nderungen bis hin zu&hellip;" class="encyclopedia">Risikomanagement</a> (MaRisk), Anforderungen an die IT in der <a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2021/fa_bj_2108_BAIT.html">BAIT</a>, <a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rundschreiben/dl_rs_1121_BA_ZAIT.html">ZAIT</a>,<a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rundschreiben/dl_rs_1810_vait_va_Aktualisierung_2022.html">VAIT</a>, <a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rundschreiben/dl_rs_1911_kait_wa.html">KAIT</a></li>
<li>vereinheitlichte Anzeigen von Auslagerungen<br>
d.h. einheitliche Standards und Verfahren f&uuml;r die Meldung von Auslagerungen an die BaFin</li>
<li>&Uuml;berwachung von IT-Dienstleistern mit mehreren Mandanten</li>
<li>vereinheitlichte Strukturen f&uuml;r das Meldewesen von IKT-bezogenen Vorf&auml;llen</li>
</ul>
</li>
</ul>
<p style="font-weight: 400;">Wesentliche Elemente finden sich bei DORA wieder. Daher stellen auch die bereits erfolgten Umsetzungen der BaFin-Anforderungen eine gute Grundlage f&uuml;r die Implementierung der DORA-Verordnung in Unternehmen dar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Handlungsempfehlungen und Tipps f&uuml;r die Umsetzung</strong></h2>
<ol>
<li style="list-style-type: none;">
<ol>
<li>Bereits umgesetzte bzw. etablierte Anforderungen / Prozesse / Methoden, z.B. aus den EBA-Leitlinien sind f&uuml;r Finanzunternehmen eine gute Umsetzungsbasis.</li>
<li>Anforderungen an Dokumentations- und Meldepflichten sollten gepr&uuml;ft und Prozesse angepasst werden.</li>
<li>Bestehende Dienstleister-Vertr&auml;ge sind zu &uuml;berpr&uuml;fen und ggfs. anzupassen, etwa vom Dienstleister zu leistende Unterst&uuml;tzung bei Vorf&auml;llen. (Anpassungen k&ouml;nnen &auml;u&szlig;erst zeitaufwendig sein!)</li>
<li>Vorhandene Tools f&uuml;r <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/risikomanagement/" target="_self" title="Risikomanagement bezeichnet den systematischen Prozess zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und &Uuml;berwachung von Risiken, die den Erfolg eines Unternehmens gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Ziel ist es, potenzielle Gefahren fr&uuml;hzeitig zu erkennen, deren Auswirkungen zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen. Dabei umfasst Risikomanagement sowohl strategische als auch operative Risiken &ndash; von Marktentwicklungen &uuml;ber regulatorische Ver&auml;nderungen bis hin zu&hellip;" class="encyclopedia">Risikomanagement</a> / Dokumentation / Reporting k&ouml;nnen unterst&uuml;tzend genutzt werden, z.B. Tools zur automatischen Erkennung und Alarmierung von Auff&auml;lligkeiten oder Tools f&uuml;r Verschl&uuml;sselung und Verwaltung kryptografischer Schl&uuml;ssel beziehungsweise f&uuml;r die Implementierung von Lebenszyklen f&uuml;r Firewallregeln zur St&auml;rkung der Netzwerksicherheit.</li>
<li>neue Tools zur Dokumentation von Dienstleister-Vertr&auml;gen und f&uuml;r Berichtspflichten erforderliche Informationsregister zu Dienstleistern sind zu etablieren.</li>
<li>Auch Erkenntnisse oder Ma&szlig;nahmen aus dem Lieferkettengesetz-Umsetzung k&ouml;nnen f&uuml;r die Risikobewertung von Dienstleistern hilfreich sein (trotz prim&auml;ren Fokus auf soziale und &ouml;kologische Standards).</li>
<li>Insgesamt sind konkrete Vorgaben mit den schon im Unternehmen existierenden (technischen und organisatorischen) Standards abzugleichen und Prozesse entsprechend anzupassen und nachzusteuern.</li>
</ol>
</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p style="font-weight: 400;">Die DORA-Verordnung ist ein guter Schritt in Richtung harmonisierter Anforderungen und Prozesse im europ&auml;ischen Finanzsektor. Die zunehmenden Cyber-Bedrohungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass f&uuml;r Unternehmen &ndash; nicht nur im Finanzsektor &ndash; verbesserte Ma&szlig;nahmen erforderlich geworden sind. Angemessene Ma&szlig;nahmen und Prozesse sind f&uuml;r die Betriebssicherheit entscheidend, um auf gegenw&auml;rtige und zuk&uuml;nftige Bedrohungen und Risiken auf IT-Ebene zu reagieren. Um Sicherheit und Gesch&auml;ftskontinuit&auml;t bei wachsenden Risiken sicherstellen zu k&ouml;nnen, sind konkrete Standard-Vorgaben wie bei DORA hilfreich und (f&uuml;r eine EU-weit einheitliche Resilienz und Sicherheit) notwendig.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/compliance/eu-verordnung-dora-inhalte-und-umsetzungstipps/">EU-Verordnung DORA &#8211; Inhalte und Umsetzungstipps</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cloud Compliance – aktuelle Vorgaben</title>
		<link>https://www.amendos.de/compliance/cloud-compliance-aktuelle-vorgaben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2022 10:00:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Compliance]]></category>
		<category><![CDATA[Outsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.amendos.de/?p=9447</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/compliance/cloud-compliance-aktuelle-vorgaben/">Cloud Compliance – aktuelle Vorgaben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper" id="wpb-content-root"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid dt-default" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element ">
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>Wenn Unternehmen <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/cloud-services-definition/" target="_self" title="Cloud-Services sind IT-Services, die von einem Dienstleister, dem sogenannten Cloud-Provider gehostet und &uuml;ber ein Netzwerk Kunden bzw. Anwendern zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Diese Services beinhalten die Bereitstellung von Infrastrukturen, z.B. Server, Storage (Infrastructure as a Service bzw. IaaS), Plattformen, d.h. Applikationsentwicklungsumgebungen (Platform as a Service bzw. PaaS) oder Software (Software as a Service bzw. SaaS).&hellip;" class="encyclopedia">Cloud-Services</a> nutzen wollen, m&uuml;ssen sie sicherstellen, dass sie die f&uuml;r sie geltenden internen und externen Richtlinien einhalten. Insbesondere f&uuml;r regulierte Branchen wie Banken, Versicherungen und Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) gibt es detaillierte Vorschriften, deren Einhaltung durch ein angemessenes Compliance-Management sichergestellt werden muss. Wir pr&uuml;fen, welche Aspekte bei der Sicherstellung von Cloud Compliance f&uuml;r jedes Unternehmen relevant sind. Zudem zeigen wir in diesem Blogbeitrag beispielhaft f&uuml;r die Bankenbranche auf, was gem&auml;&szlig; der EBA-Leitlinie zu Auslagerungen zu ber&uuml;cksichtigen ist.</strong></p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid dt-default" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element ">
		<div class="wpb_wrapper">
			<h2>Cloud Compliance-Aspekte f&uuml;r jedes Unternehmen</h2>
<p><a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/cloud-services-definition/" target="_self" title="Cloud-Services sind IT-Services, die von einem Dienstleister, dem sogenannten Cloud-Provider gehostet und &uuml;ber ein Netzwerk Kunden bzw. Anwendern zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Diese Services beinhalten die Bereitstellung von Infrastrukturen, z.B. Server, Storage (Infrastructure as a Service bzw. IaaS), Plattformen, d.h. Applikationsentwicklungsumgebungen (Platform as a Service bzw. PaaS) oder Software (Software as a Service bzw. SaaS).&hellip;" class="encyclopedia">Cloud-Services</a> stellen beim IT-<a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a> zus&auml;tzliche Risiken und Herausforderungen f&uuml;r das Compliance-Management dar. Compliance-Vorgaben stellen dabei sicher, dass Risiken ermittelt, &uuml;berwacht und gesteuert werden und angemessene Ma&szlig;nahmen vorgesehen werden, um diese langfristig im Griff zu behalten.</p>
<p>Folgende f&uuml;nf Aspekte, die beim IT-<a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a> Ber&uuml;cksichtigung finden sollten, sind grunds&auml;tzlich f&uuml;r die Sicherstellung von Cloud Compliance f&uuml;r jedes Unternehmen relevant:</p>
<ol>
<li>IT-Strategievorgabe: wann Nutzung von <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/cloud-services-definition/" target="_self" title="Cloud-Services sind IT-Services, die von einem Dienstleister, dem sogenannten Cloud-Provider gehostet und &uuml;ber ein Netzwerk Kunden bzw. Anwendern zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Diese Services beinhalten die Bereitstellung von Infrastrukturen, z.B. Server, Storage (Infrastructure as a Service bzw. IaaS), Plattformen, d.h. Applikationsentwicklungsumgebungen (Platform as a Service bzw. PaaS) oder Software (Software as a Service bzw. SaaS).&hellip;" class="encyclopedia">Cloud-Services</a></li>
<li>Bewertung der Service-Kritikalit&auml;t (Risikoanalyse)</li>
<li>Vertragliche Regelungen</li>
<li>Bewertung und Auswahl des Auftragnehmers</li>
<li>&Uuml;berwachung und Kontrolle von Leistungen und Vereinbarungen</li>
</ol>
<p>Diese relevanten Aspekte werden nachfolgend genauer betrachtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Vorgaben der EBA und BaFin</h2>
<p>Bei den Banken sind spezielle europ&auml;ische und nationale Vorgaben ma&szlig;geblich. Die Europ&auml;ische Bankenaufsichtsbeh&ouml;rde (EBA) formuliert mit ihren wegweisenden &bdquo;Leitlinien zu Auslagerungen&ldquo; (<a href="https://www.eba.europa.eu/regulation-and-policy/internal-governance/guidelines-on-outsourcing-arrangements">EBA/GL/2019/02</a>) Vorgehensweisen f&uuml;r das <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a> von Dienstleistungen. Sie strebt auf europ&auml;ischer Ebene eine Harmonisierung der Auslagerungs-Vereinbarungen mit Providern und Aufsichtspraktiken an.&nbsp; Das <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a> von <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/cloud-services-definition/" target="_self" title="Cloud-Services sind IT-Services, die von einem Dienstleister, dem sogenannten Cloud-Provider gehostet und &uuml;ber ein Netzwerk Kunden bzw. Anwendern zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Diese Services beinhalten die Bereitstellung von Infrastrukturen, z.B. Server, Storage (Infrastructure as a Service bzw. IaaS), Plattformen, d.h. Applikationsentwicklungsumgebungen (Platform as a Service bzw. PaaS) oder Software (Software as a Service bzw. SaaS).&hellip;" class="encyclopedia">Cloud-Services</a> ist Teil des Betrachtungsrahmens dieser Leitlinien und geht aus den aufgehobenen &bdquo;Empfehlungen zur Auslagerung an Cloud-Anbieter&ldquo; der EBA hervor.</p>
<p>Die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt die Banken und Finanzdienstleister. Beh&ouml;rden und Finanzinstitute sollen alle erforderlichen Anstrengungen unternehmen, den Leitlinien der EBA nachzukommen. Die BaFin &uuml;bernimmt grunds&auml;tzlich diese Leitlinien der EBA in ihre Aufsichtspraktik und ver&ouml;ffentlicht Vorschriften, wie z.B. die Mindestanforderungen an das Risiko-Management (<a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Rundschreiben/2021/rs_1021_MaRisk_BA.html">MaRisk</a>). In diesen Mindestanforderungen spiegeln sich dann auch die EBA-Leitlinien wider. Relevant in diesem Zusammenhang ist auch die Bankaufsichtliche Anforderungen an die IT (<a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rundschreiben/dl_rs_1710_ba_BAIT.html">BAIT</a>) als Rahmen f&uuml;r die technisch-organisatorische Ausstattung der Institute.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Relevante Cloud Compliance Aspekte &ndash; Vergleich</h2>
<p>Die folgende Tabelle stellt die abzudeckenden Aspekte beim <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a> dar und stellt die empfohlenen Richtlinien f&uuml;r jedes Unternehmen den Anforderungen der EBA-Leitlinien gegen&uuml;ber:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Tabelle: Empfohlene Richtlinien f&uuml;r jedes Unternehmen / Vorgabe der EBA-Leitlinien</em></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="25"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="136"><strong>Relevanter Aspekt </strong></td>
<td width="217">
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="217"><strong>Empfohlene Richtlinie f&uuml;r jedes Unternehmen<br>
</strong></td>
<td valign="top" width="226"><strong>Vorgaben der EBA-Leitlinien</strong></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="25"><strong>1.</strong></td>
<td valign="top" width="136">IT-Strategievorgabe</td>
<td valign="top" width="217">
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Ganzheitliche und zielgerichtete IT-Strategie gem. Unternehmensstrategie</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Sourcing-Strategie (ggfs. als Teil der IT-Strategie)</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Auslagerungsstrategie</li>
<li>Exit-Strategie/Ausstiegs-Strategie</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="25"><strong>2.</strong></td>
<td valign="top" width="136">Bewertung der Service-Kritikalit&auml;t (Risikoanalyse)</td>
<td valign="top" width="217">
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Risikoanalyse und Bewertung der Service-Kritikalit&auml;t je auszulagernder Service</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Risikoanalyse und Bewertung der Services</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217"></td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Kritische Auslagerung/Funktionen sind definiert</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="25"><strong>3.</strong></td>
<td valign="top" width="136">Vertragliche Regelungen</td>
<td valign="top" width="217">
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="217"><u>Mindestumfang Vertrag:</u></td>
<td valign="top" width="226"><u>Grunds&auml;tzliche Anforderungen:</u></td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Leistungsgegenstand und Qualit&auml;t spezifizieren</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Leistungsspezifikationen / KPIs sind festzuhalten</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Informations- und Pr&uuml;fungsrechte des AG</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Informations- und Pr&uuml;fungsrechte des AG / uneingeschr&auml;nktes Untersuchungs-/ Pr&uuml;fungsrecht, vollst&auml;ndiges Zugangsrecht (krit. Auslagerungen)</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Weisungsrechte</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Datenschutz /-sicherheit</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Datenschutz /-sicherheit</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>K&uuml;ndigung / Exit-Regelung</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Angemessene K&uuml;ndigungsrechte /-fristen / Exit-Regelung</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Informations-Pflichten des AN</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Informations-Pflichten des AN</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217"></td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Weiterverlagerung (an andere Provider) / Vorbehalt AG</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Anwendbares Recht</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Anwendbares Recht (Teil der Risikobewertung der Auslagerungsvereinbarung)</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="25"><strong>4.</strong></td>
<td valign="top" width="136">Bewertung und Auswahl des AN</td>
<td valign="top" width="217">
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Anforderungen und Kriterien gem&auml;&szlig; individueller Gesch&auml;ftsanforderungen im Unternehmen, z.B. anhand von:</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Angemessene Pr&uuml;fung Eignung- und Leistungsf&auml;higkeit des Providers, Due-Diligence-Pr&uuml;fung</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Standort,</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Standort EU, Drittstaat<br>
(unter best. Voraussetzungen)</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Zertifizierungen</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Zertifizierungen / Pr&uuml;fberichte</li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="25"><strong>5.</strong></td>
<td valign="top" width="136">&Uuml;berwachung und Kontrolle von Leistungen</td>
<td valign="top" width="217">
<table>
<tbody>
<tr>
<td valign="top" width="217">
<ul>
<li>Reporting und fortlaufende Pr&uuml;fung entsprechend festgelegter KPIs, Auditierung</li>
</ul>
</td>
<td valign="top" width="226">
<ul>
<li>Angemessenes Reporting und Pr&uuml;fung gem. vertraglicher Leistung</li>
<li>Fortlaufende &Uuml;berpr&uuml;fung von Leistungs- und Qualit&auml;tsstandards</li>
</ul>
</td>
</tr>
<tr>
<td valign="top" width="217"></td>
<td valign="top" width="226"></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Empfehlungen f&uuml;r jedes Unternehmen</h3>
<p>Es sollte eine ganzheitliche und zielgerichtete IT-Strategie, die einen Sourcing Strategie-Teil enth&auml;lt, gem&auml;&szlig; Unternehmens-Strategie und -Zielen entwickelt werden. Es muss zudem eine detaillierte Risikoanalyse und Bewertung der auszulagernden Services vorgenommen werden.</p>
<p>Bei den vertraglichen Regelungen mit einem Provider sollte ein Mindestma&szlig; an Punkten ber&uuml;cksichtigt und der Leistungsgegenstand und die Leistungsqualit&auml;t sollten eindeutig spezifiziert werden. Der Auftragnehmer ist dazu verpflichtet, dass er dem Auftraggeber erforderliche Informations- und Pr&uuml;fungsrechte und Weisungsrechte einr&auml;umt und die Informationspflichten&nbsp; des Auftragnehmers m&uuml;ssen im Vertrag klar geregelt sein. Angemessene K&uuml;ndigungsregelungen im Vertrag sollen unter anderem die M&ouml;glichkeit bieten, auf schlecht erbrachte Leistung reagieren und Vorbereitungen f&uuml;r einen <a href="https://www.amendos.de/outsourcing/it-providerwechsel-richtig-vorbereiten/">Providerwechsel oder ein Insourcing</a> durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Letztlich m&uuml;ssen zu Datenschutz und -sicherheit, wie z.B. der Vertraulichkeit von Daten, angemessene vertragliche Regelungen vereinbart werden, die den Gesetzesvorgaben entsprechen. Au&szlig;erdem muss das anwendbare Recht des Vertrags geregelt sein, bzw. ob der Vertrag dem deutschen Recht unterliegt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Anforderungen an Banken (EBA-Leitlinie)</h3>
<p>Die EBA-Leitlinie betrachtet den gesamten Auslagerungsprozess und gibt konkrete Anforderungen an das Risiko-Management vor. Es wird unterschieden zwischen der Auslagerung von kritischen oder bedeutenden Funktionen und sonstigen Auslagerungen. Die Leitlinien enthalten feste Bewertungskriterien f&uuml;r auszulagernde Services und die Service-Kritikalit&auml;t, somit bilden ausgelagerte kritische/bedeutende Funktionen den Schwerpunkt f&uuml;r h&ouml;here einzuhaltende Vorgaben. Bei kritischen Auslagerungen gelten zudem umfangreiche Dokumentations- und Informationspflichten gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Aufsichtsbeh&ouml;rde (i.d.R. die BaFin).</p>
<p>Ein Service Provider muss nicht zwangsl&auml;ufig den ausgelagerten Service selbst erbringen, sondern kann hierf&uuml;r Subunternehmer einsetzen. Generell d&uuml;rfen getroffene Vertragsvereinbarungen dabei nicht mit aufsichtsbeh&ouml;rdlicher Aus&uuml;bung des Pr&uuml;fungsrechts in Konflikt stehen.</p>
<p>F&uuml;r die Bewertung und Auswahl des Providers wird, insbesondere bei der Auslagerung kritischer Funktionen, ein hohes Ma&szlig; an Pr&uuml;fung und Dokumentation der Provider und seiner Eignung gefordert (Due-Diligence-Pr&uuml;fung). Eine umfangreiche &Uuml;berwachung und Kontrollm&ouml;glichkeit des Providers m&uuml;ssen sichergestellt werden. Diese Regelungen gelten auch f&uuml;r potenziell eingesetzte Subunternehmer bei Weiterverlagerung. Um die vertragliche Leistung pr&uuml;fen zu k&ouml;nnen, muss hierf&uuml;r eine interne Organisation mit ausreichenden Ressourcen und Leistungsf&auml;higkeit f&uuml;r die Steuerung und &Uuml;berwachung des, bzw. der Service Provider vorhanden sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die f&uuml;nf Aspekte und die empfohlenen Richtlinien k&ouml;nnen f&uuml;r jedes Unternehmen angewendet werden, um Cloud Compliance im Unternehmen sicherzustellen. In Abh&auml;ngigkeit von Risikoschwerpunkten der jeweiligen Branche oder des Unternehmens kann auf den empfohlenen Richtlinien aufgesetzt und unterschiedliche Aspekte versch&auml;rft werden. Dabei ist ein f&uuml;r das eigene Unternehmen angemessene Regelwerk zu schaffen.</p>
<p>Die Anforderungen der EBA-Leitlinien sind gegen&uuml;ber den Empfehlungen f&uuml;r alle Unternehmen vergleichbar, jedoch in einigen Aspekten deutlich weitreichender: Rechenschafts-, Dokumentations- und Melde-Pflichten der Finanzinstitute gegen&uuml;ber Aufsichtsbeh&ouml;rden und der Analyse potenzieller Risiken, um insbesondere den hohen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen der Finanzbranche gerecht zu werden. Die Leitlinien bieten einen sinnvollen Rahmen der Ausgestaltung von Auslagerungsvereinbarungen.</p>

		</div>
	</div>
</div></div></div></div>
</div><p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/compliance/cloud-compliance-aktuelle-vorgaben/">Cloud Compliance – aktuelle Vorgaben</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Cloud SLAs – besser als ihr Ruf?</title>
		<link>https://www.amendos.de/outsourcing/cloud-slas-besser-als-ihr-ruf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2022 11:50:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[Outsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Providermanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.amendos.de/?p=8828</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://www.amendos.de/outsourcing/cloud-slas-besser-als-ihr-ruf/">Cloud SLAs – besser als ihr Ruf?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.amendos.de">amendos gmbh</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper" id="wpb-content-root"><div class="vc_row wpb_row vc_row-fluid dt-default" style="margin-top: 0px;margin-bottom: 0px"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
	<div class="wpb_text_column wpb_content_element ">
		<div class="wpb_wrapper">
			<p><strong>H&auml;ufig h&ouml;rt man die Aussage, Service Level Agreements bzw. SLA-Vereinbarungen von Cloud Services &ndash; kurz Cloud-SLAs &ndash; seien zu &bdquo;schwammig&ldquo;. Konkret ist damit gemeint: aufgrund unklarer Regelungen kann die Erbringung der vom Kunden erwarteten Leistung und Qualit&auml;t nicht sichergestellt werden. </strong><strong>SLAs m&uuml;ssen jedoch eindeutig definiert und ihr Erreichungsgrad via Kennzahlen transparent gemacht werden, so dass Nichterf&uuml;llung oder Schlechtleistung nachgewiesen werden und Kundenrechte eingefordert werden k&ouml;nnen. </strong></p>
<p><strong>Sind diese in der Praxis nun zu unklar definiert, fehlen Kennzahlen oder sind sie nicht aussagekr&auml;ftig? Werden Leistungen dadurch nicht ausreichend gut erbracht, ohne dass dies Folgen f&uuml;r den Cloud-Provider hat? Wir schauen uns an konkreten Beispielen bei Microsoft und Amazon Web Services (AWS) an, was wirklich in Standard-Vertr&auml;gen / AGBs der Cloud Provider steht. Wir pr&uuml;fen, ob Kunden auf dieser Basis in die Lage versetzt werden, Cloud Provider und ihre Services angemessen steuern k&ouml;nnen.</strong></p>

		</div>
	</div>

	<div class="wpb_text_column wpb_content_element ">
		<div class="wpb_wrapper">
			<h2>Regelungen in Standard-Vertr&auml;gen / AGBs</h2>
<p>Die SLA-Vereinbarungen sind Teil des Standard-Vertrags mit dem Cloud Provider. Microsoft Azure und Amazon AWS bieten je Cloud Service separate SLAs f&uuml;r ihre Infrastruktur-Dienste an.<br>
An dieser Stelle werden beispielhaft die SLA f&uuml;r die virtuellen Server-Dienste <a href="https://azure.microsoft.com/en-us/support/legal/sla/virtual-machines/v1_9/">Microsoft Azure Virtual Machines</a> und <a href="https://aws.amazon.com/compute/sla/?nc1=h_ls">Amazon AWS EC2</a> betrachtet.</p>
<div id="attachment_8865" style="width: 731px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8865" class="wp-image-8865 " src="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2022/06/Cloud-Services-Bereitstellungsarten-1024x493.png" alt="Cloud Services Bereitstellungsarten" width="721" height="347" srcset="https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2022/06/Cloud-Services-Bereitstellungsarten-1024x493.png 1024w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2022/06/Cloud-Services-Bereitstellungsarten-300x145.png 300w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2022/06/Cloud-Services-Bereitstellungsarten-768x370.png 768w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2022/06/Cloud-Services-Bereitstellungsarten-1536x740.png 1536w, https://www.amendos.de/wp-content/uploads/2022/06/Cloud-Services-Bereitstellungsarten.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 721px) 100vw, 721px"><p id="caption-attachment-8865" class="wp-caption-text">Abbildung 1: Cloud Services Bereitstellungsarten (Struktur)</p></div>
<p>In den SLAs f&uuml;r Azure Virtual Machines und AWS EC2 sind ausschlie&szlig;lich Service-Level f&uuml;r Verf&uuml;gbarkeit spezifiziert. Diese Service-Level werden nach der Art der Server-Bereitstellung unterschieden: Einzelne oder mehrere Serverinstanzen, die in mehreren isolierten Verf&uuml;gbarkeitszonen einer Region oder innerhalb einer Verf&uuml;gbarkeitsgruppe in einem Rechenzentrum repliziert werden k&ouml;nnen. &nbsp;Auf Basis verschieden hoher Ausfallsicherheit durch die Bereitstellungsart des Cloud Services ergeben sich bezogen auf die Kennzahl Verf&uuml;gbarkeit folgende Service-Level:</p>
<p>Tabelle 1: Service-Level Verf&uuml;gbarkeit</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td width="201"><strong>&nbsp;</strong></td>
<td width="201"><strong>Amazon AWS EC2</strong></td>
<td width="201"><strong>MS Azure Virtual Machines</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="201"><strong>Virtuelle Server in mehreren Verf&uuml;gbarkeitszonen</strong></td>
<td width="201">99,99%</td>
<td width="201">99,99%</td>
</tr>
<tr>
<td width="201"><strong>Virtuelle Server in einer Verf&uuml;gbarkeitsgruppe</strong></td>
<td width="201">&ndash;</td>
<td width="201">99,95%</td>
</tr>
<tr>
<td width="201"><strong>Einzelner virtueller Server</strong></td>
<td width="201">99,5%</td>
<td width="201">99,9% (Premium SSD)
<p>99,5% (SSD)</p>
<p>95,0% (HDD)</p></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die prozentuale Service-Verf&uuml;gbarkeit bezieht sich hierbei auf die Service-Nutzung innerhalb eines monatlichen Abrechnungszeitraums, mindestens eine Serverinstanz muss hierf&uuml;r lauff&auml;hig bleiben. Microsoft unterscheidet zudem bei der Verf&uuml;gbarkeit einzelner virtueller Server nach der Art des genutzten virtualisierten Datenspeichers.</p>
<p>Der technische Support sowie Reaktions- und Antwortzeiten werden Service-unabh&auml;ngig bei beiden Cloud Providern mit kostenlosen oder zus&auml;tzlichen kostenpflichtigen Support-Pl&auml;nen spezifiziert. Diese unterscheiden sich ma&szlig;geblich bei Leistungsumfang, Servicezeiten, Reaktionszeiten. Somit kann der passende Support-Plan gem&auml;&szlig; der Unternehmensanforderung an die eingesetzten Cloud Services gew&auml;hlt werden.</p>
<h4>Konsequenzen bei Schlecht- bzw. Nichterf&uuml;llung</h4>
<p>Werden die in den AGBs spezifizierten Mindestwerte nicht erreicht, sind Servicegutschriften in den Cloud-SLAs als Kompensierung vereinbart. Sie entsprechen Malus-Regelungen in klassischen <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a>-Vertr&auml;gen. Beide Cloud Provider bieten gleicherma&szlig;en Servicegutschriften, jedoch in geringf&uuml;gig unterschiedlicher H&ouml;he an.</p>
<p>Tabelle 2: MS Azure Virtual Machines Verf&uuml;gbarkeit in Prozent</p>
<table width="604">
<tbody>
<tr>
<td width="242"><strong>Virtuelle Server in mehreren Verf&uuml;gbarkeitszonen</strong></td>
<td width="229"><strong>Virtuelle Server in einer Verf&uuml;gbarkeitsgruppe</strong></td>
<td width="134"><strong>Servicegutschrift</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="242">&lt; 99,99 %</td>
<td width="229">&lt; 99,95 %</td>
<td width="134">10 %</td>
</tr>
<tr>
<td width="242">&lt; 99 %</td>
<td width="229">&lt; 99 %</td>
<td width="134">25 %</td>
</tr>
<tr>
<td width="242">&lt; 95 %</td>
<td width="229">&lt; 95 %</td>
<td width="134">100 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tabelle 3 MS Azure Virtual Machines Verf&uuml;gbarkeit in Prozent</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td colspan="3" width="472"><strong>Einzelne virtuelle Server</strong></td>
<td width="132"></td>
</tr>
<tr>
<td width="104"><strong>Premium-SSD</strong></td>
<td width="104"><strong>Standard-SSD</strong></td>
<td width="265"><strong>Standard-HDD</strong></td>
<td width="132"><strong>Servicegutschrift</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="104">&lt; 99,9 %</td>
<td width="104">&lt; 99,5 %</td>
<td width="265">&lt; 95 %</td>
<td width="132">10 %</td>
</tr>
<tr>
<td width="104">&lt; 99 %</td>
<td width="104">&lt; 95 %</td>
<td width="265">&lt; 92 %</td>
<td width="132">25 %</td>
</tr>
<tr>
<td width="104">&lt; 95 %</td>
<td width="104">&lt; 90 %</td>
<td width="265">&lt; 90 %</td>
<td width="132">100 %</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tabelle 4: Amazon AWS EC2 Verf&uuml;gbarkeit in Prozent</p>
<table width="604">
<tbody>
<tr>
<td width="208"><strong>Virtuelle Server in mehreren Verf&uuml;gbarkeitszonen</strong></td>
<td width="265"><strong>Einzelne virtuelle Server</strong></td>
<td width="132"><strong>Servicegutschrift</strong></td>
</tr>
<tr>
<td width="208">&lt; 99,99%</td>
<td width="265">&lt; 99,5%</td>
<td width="132">10%</td>
</tr>
<tr>
<td width="208">&lt; 99%</td>
<td width="265">&lt; 99%</td>
<td width="132">30%</td>
</tr>
<tr>
<td width="208">&lt; 95%</td>
<td width="265">&lt; 95%</td>
<td width="132">100%</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>In einigen F&auml;llen sind die SLAs aufgehoben, wie es auch bei klassischem <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a> nicht ungew&ouml;hnlich ist: Bei h&ouml;herer Gewalt, wie beispielsweise Naturkatastrophen, festgelegten Wartungsfenster, die zu geplanten Ausfallzeiten f&uuml;hren oder Nicht-Verf&uuml;gbarkeit durch eigenes Verschulden auf Kundenseite.</p>
<h4>Standard-Reporting</h4>
<p>Um die Qualit&auml;t der erbrachten Leistung pr&uuml;fen und kontrollieren zu k&ouml;nnen, ist ein angemessenes Reporting notwendig. Dies muss den Grad der Einhaltung der vereinbarten Service-Level aufzeigen und Behebungszeiten von St&ouml;rungen darstellen. Hierf&uuml;r stehen dem Kunden bei beiden Cloud Providern Dashboards zur Verf&uuml;gung, &uuml;ber die der Service-Status ersichtlich ist und Informationen zu St&ouml;rungen und ihrer Behebung in s&auml;mtlichen Regionen bereitgestellt werden (<a href="https://status.azure.com/de-de/status">MS Azure Health Status &amp; Dashboard</a>, <a href="https://health.aws.amazon.com/health/status">Amazon AWS Health Dashboard</a>).</p>
<h2>Beurteilung der Cloud SLAs</h2>
<p>Die Vertr&auml;ge der beiden Cloud Provider sind hinsichtlich der SLAs vergleichbar und bieten &auml;hnliche Bereitstellungsoptionen f&uuml;r die virtuellen Server-Dienste an. F&uuml;r diese Dienste wird neben den Festlegungen in den Supportpl&auml;nen als wesentliche Kennzahl in den SLAs die Verf&uuml;gbarkeit festgelegt.</p>
<p>Im klassischen <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a> werden &uuml;blicherweise neben der Service-Verf&uuml;gbarkeit noch weitere Kennzahlen vereinbart, um die Service-Qualit&auml;t sicherzustellen, z.B.:</p>
<ul>
<li>Bereitstellungszeit/Erstbereitstellungszeit eines Servers / einer virtuellen Maschine</li>
<li>Maximale Ausfallzeit (in Kombination mit der Verf&uuml;gbarkeit)</li>
<li>Maximale Behebungszeit von St&ouml;rungen</li>
</ul>
<p>Die Bereitstellungszeit ist durch die vollst&auml;ndige Automatisierung des Bereitstellungsprozesses bei den angef&uuml;hrten Cloud Services im Regelfall sehr kurz. Maximale Ausfallzeit und maximale St&ouml;rungsbehebungszeit werden durch den Verf&uuml;gbarkeitszielwert nach oben begrenzt. In vielen F&auml;llen werden die angebotenen Service Level und das Reporting ausreichen.</p>
<p>Bei Schlechtleistung oder Nichterf&uuml;llung des Services stellen Servicegutschriften die alleinige Entsch&auml;digung dar &ndash; der Kunde muss diese jedoch grunds&auml;tzlich selbst einfordern: Dies bedeutet zus&auml;tzlichen <a href="https://www.amendos.de/providermanagement/it-outsourcing-erfolg-richtig-messen/">Aufwand f&uuml;r den Cloud Providermanager</a>. Dar&uuml;ber hinaus sind keine weiteren Anspr&uuml;che vertraglich geregelt: Sch&auml;den aus entgangenem Gewinn, entgangenen Einnahmen, Betriebsunterbrechungen oder Verlust von gesch&auml;ftlichen Informationen in Folge einer Nicht-Verf&uuml;gbarkeit sind ausgeklammert.</p>
<p>Die AGB-Regelungen der Cloud Provider sind vom grunds&auml;tzlichen Ansatz her &auml;hnlich wie Vertragsregelungen im klassischen <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a>.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Die hier aufgezeigten, beispielhaft herangezogenen Cloud Services der Cloud Provider Microsoft und Amazon sind so ausgelegt, dass damit verschiedene Kundenanforderungen abgedeckt werden k&ouml;nnen. Die Cloud-SLAs spiegeln dies in den Verf&uuml;gbarkeitskennzahlen und Qualit&auml;tsstufen der Cloud Services wider. Eine Kontrolle der vertraglich zugesagten und tats&auml;chlich erbrachten Leistungen sind f&uuml;r die Kunden der Cloud Provider &uuml;ber deren Standard-Reporting m&ouml;glich.</p>
<p>Im Einzelfall muss je nach Anwendungsszenario gepr&uuml;ft werden, welche spezifischen Anforderungen des eigenen Unternehmens mit einem Cloud Service erf&uuml;llt werden m&uuml;ssen und ob die AGBs des Cloud Providers und insbesondere die genutzten Kennzahlen und zugesagten Service-Level hierf&uuml;r ausreichen. Eine h&ouml;here Service-Verf&uuml;gbarkeit ist i.d.R.&nbsp; auch mit erh&ouml;hten Kosten f&uuml;r den Cloud Service verbunden.</p>
<p>Sollten die Regelungen der AGB nicht zu den Anforderungen des eigenen Unternehmens passen, so gilt: Individualisierungsspielraum gibt es bei den Cloud-Standard-Vertr&auml;gen in der Regel wenig. Deshalb muss bei Nutzung der Cloud Services eine genaue Pr&uuml;fung der AGBs und der SLAs stattfinden und m&ouml;gliche Risiken identifiziert und abgewogen werden. Bei nicht tolerablen Vertragsregelungen sollte zumindest eine Nachverhandlung versucht werden, wobei deren Erfolg &uuml;blicherweise von der Gr&ouml;&szlig;e des Kundenunternehmens und seiner Marktmacht abh&auml;ngig ist.</p>

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		<title>Compliance in der Cloud auf dem Prüfstand</title>
		<link>https://www.amendos.de/compliance/compliance-in-der-cloud-auf-dem-pruefstand/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Oct 2021 11:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[Compliance]]></category>
		<category><![CDATA[Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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			<p><strong>Auf dem Weg in die Cloud kann f&uuml;r Unternehmen die Einhaltung von Compliance-Vorgaben nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch eine Herausforderung sein. Der Einsatz geeigneter Tools und Werkzeuge kann hierbei die Komplexit&auml;t bei der Sicherstellung von Compliance in der Cloud reduzieren und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und deren Anforderungen ma&szlig;geblich unterst&uuml;tzen. Im Folgenden zeigen wir am Beispiel Microsoft 365 auf, wie insbesondere Tools von Cloud Service Providern beim Compliance Management helfen k&ouml;nnen.</strong></p>
<p>Cloud Service Provider stellen bereits Bordmittel f&uuml;r die IT-Compliance zur Verf&uuml;gung. In diesem Artikel betrachten wir beispielhaft Microsofts L&ouml;sung, die einen ersten Ansatz zum strukturierten Vorgehen bietet, um den Unternehmensanforderungen hinsichtlich Konformit&auml;t und Einhaltung von branchenspezifischen und regionalen Standards, Gesetzen und Vorschriften gerecht zu werden.</p>
<h2><strong>Compliance in der Cloud &ndash; typische Fragen</strong></h2>
<p>Befindet man sich nun in einer Phase, in der eine Applikation outgesourct werden soll, ergeben sich daraus zwangsl&auml;ufig Fragen und daraus resultierende Aktivit&auml;ten f&uuml;r die IT-Compliance:</p>
<ul>
<li>Welche neuen Compliance-Vorgaben ergeben sich im Rahmen des <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a>s der Applikation?</li>
<li>Welche technischen Einstellungen sind vorzunehmen, um die eingesetzte Applikation gesetzeskonform und sicher nutzen zu k&ouml;nnen?</li>
<li>Stimmen die getroffenen Sicherheitsma&szlig;nahmen sowie das Identit&auml;ts- und Berechtigungsmanagement?</li>
<li>Welche Prozesse und Dokumentationen sind aktuell und welche m&uuml;ssen angepasst werden? Wo muss gegebenenfalls nachgesteuert und aktualisiert werden?</li>
</ul>
<h2><strong>Compliance-Toolbeispiel</strong><strong>: Microsoft Cloud</strong></h2>
<p>Microsoft bietet im Rahmen von Microsoft 365 und seinem Cloud-Portfolio den sogenannten &bdquo;Compliance Manager&ldquo; an. Dieser Service ist Microsofts Antwort auf die Frage, wie IT-Sicherheit und Compliance f&uuml;r Cloud-basierte Applikationen in Angriff genommen werden k&ouml;nnen. Er versteht sich als Bordmittel und Hilfestellung zur Einhaltung der IT-Compliance in der Microsoft-365-Umgebung.</p>
<p>Dieses Tool, das sich in das administrative Backend der Microsoft-Umgebung einbettet, biete eine M&ouml;glichkeit, die eigenen Compliance-Prozesse und -Einstellungen auf den Pr&uuml;fstand stellen.<br>
Mit den sogenannten &bdquo;Bewertungsvorlagen&ldquo; bietet Microsoft den Ausgangspunkt f&uuml;r Pr&uuml;f-Aktivit&auml;ten. Diese umfassen separate Bewertungskataloge mit Fokus auf verschiedene Zertifizierungen, (nationale) Vorschriften und Gesetze.</p>
<p>Dabei k&ouml;nnen einzelne Einstellungen und Ma&szlig;nahmen vorgenommen werden, um bestimmte Compliance-Anforderungen zu erf&uuml;llen. Diese Einzelelemente werden mit verschieden starker Punktegewichtung gruppiert dargestellt. Daraus ergibt sich ein konsolidierter Compliance-Score-Wert.<br>
Microsofts Ma&szlig;nahmenvorschl&auml;ge bzw. Handlungsempfehlungen orientieren sich an Best Practices. Es werden zudem erweiterte Sicherheitsfunktionen aufgezeigt, um etwaige Risiken zu minimieren, die durch das <a href="https://www.amendos.de/encyclopedia/outsourcing-definition/" target="_self" title="Outsourcing (Auslagerung)&nbsp; ist die &Uuml;bertragung von bisher intern erbrachten Leistungen eines Unternehmens (=Auftraggeber) an einen Dienstleister (=Auftragnehmer). In der Regel &uuml;bernimmt ein Dienstleister einen kompletten, in sich geschlossenen Aufgabenbereich. In diesem Fall ben&ouml;tigt der Auftraggeber keine Experten mehr im eigenen Unternehmen. Und beide Parteien vereinbaren die Leistungserbringung und deren Rahmenbedingungen in einem Vertrag. Outsourcing kann&hellip;" class="encyclopedia">Outsourcing</a> entstanden sind.</p>
<p>So ist zum Beispiel der BSI Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue (<a href="https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Empfehlungen-nach-Angriffszielen/Cloud-Computing/Kriterienkatalog-C5/kriterienkatalog-c5_node.html">BSI C5</a>) bei den Bewertungskatalogen enthalten. Dieser beschreibt als Kriterienkatalog die Mindestanforderungen an die Informationssicherheit f&uuml;r <a href="https://www.amendos.de/cloud/cloud-services/">Cloud-Services</a>. Der BSI C5 ist zudem ein relevanter Bestandteil des Compliance-Nachweises f&uuml;r KRITIS-Unternehmen.</p>
<p>Im Finanzsektor stellt die BaFin mit der Bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (<a href="https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Rundschreiben/dl_rs_1710_ba_BAIT.html;jsessionid=060156DDF79704C5C69D02A0563803D6.2_cid501?nn=9021442">BAIT</a>) die konkretisierten Rahmenbedingungen f&uuml;r eine sichere Informationsverarbeitung und Informationstechnik dar. Die BAIT ist ebenfalls als Bewertungsvorlage vorhanden und kann damit als Grundlage dienen, die Vorgaben der BaFin abzudecken.</p>
<p>Sicherheit und Compliance in der Cloud stellen prinzipiell eine Teilung der Verantwortlichkeiten zwischen Cloud Service Provider und dem Kunden dar. W&auml;hrend hierbei der Cloud Service Provider beispielsweise Vorgaben hinsichtlich physischer Rechenzentrumssicherheit einzuhalten hat, ist der Kunde, der die Cloud-basierten Services in Anspruch nimmt, f&uuml;r Konfiguration und das Sicherstellen geeigneter Zugriffsschutzma&szlig;nahmen und daraus resultierender Dokumentationspflichten verantwortlich. Entsprechend sind bei Microsoft im Compliance-Score-Wert Punkte, f&uuml;r deren Erf&uuml;llung der Kunde verantwortlich ist und Punkte, f&uuml;r deren Erf&uuml;llung der Provider verantwortlich ist, getrennt dargestellt.</p>
<p>&Uuml;ber den Compliance Manager ist eine Nachverfolgung von Aktionen und die Zuweisung von Aktivit&auml;ten an bestimmte Personen m&ouml;glich. Nach erfolgter Pr&uuml;fung k&ouml;nnen einzelne Verbesserungsaktionen mit einem Teststatus und einer Notiz versehen, oder relevante Dokumente angeh&auml;ngt werden, wie etwa Pr&uuml;fergebnisse oder Nachweise.<br>
Der Compliance Manager zielt zwar grunds&auml;tzlich auf die eigenen Services von Microsoft ab, muss aber nicht zwangsl&auml;ufig nur daf&uuml;r genutzt werden. Auch f&uuml;r Drittanbieter-Applikationen ist eine Nutzung m&ouml;glich.</p>
<h2><strong>Compliance-Tools anderer Cloud Service Provider</strong></h2>
<p>Andere Cloud Service Provider verfolgen einen &auml;hnlichen Ansatz: zum Beispiel unterst&uuml;tzt Amazon in seinen Amazon Web Services (AWS) seine Kunden mit Tools und Werkzeugen f&uuml;r die Sicherstellung von Sicherheit und Compliance in der Cloud: durch Nutzung von verschiedenen AWS-Services und Verwaltungskonsolen wird die (teils automatisierte) Pr&uuml;fung auf Einhaltung branchenspezifischer Vorgaben durchgef&uuml;hrt, damit Sicherheits- und Compliance-Anforderungen sichergestellt werden k&ouml;nnen.</p>
<h2><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Vor und w&auml;hrend der Nutzung von Cloud Services kann Tool-Unterst&uuml;tzung in Form von &ndash; durch den Cloud Service Provider gestellte &ndash; Compliance Services den Aufwand im Compliance Management mindern und helfen, die Compliance-Vorgaben des eigenen Unternehmens sicherzustellen. Insbesondere k&ouml;nnen sie auch dabei helfen, Ma&szlig;nahmen auf regelm&auml;&szlig;iger Basis zu pr&uuml;fen und erforderliche Aktualisierungen durchzuf&uuml;hren.</p>
<p>Cloud Services nutzende Unternehmen sind allerdings selbst daf&uuml;r verantwortlich, dass bei ihnen geltende Compliance-Gesetze und Vorschriften eingehalten werden. Das hei&szlig;t, dass sie selbst ein angemessenes Compliance Management etablieren m&uuml;ssen, in dem die Compliance-Tools der Cloud Service Provider nur ein Baustein sein k&ouml;nnen, der zudem noch auf die eigenen Anforderungen anzupassen ist. In diesem Sinne ist ein Tool wie der Microsoft Compliance Manager keine absolute &bdquo;Checkliste&ldquo;, jedoch ein gutes Basiswerkzeug f&uuml;r den Einstieg und ein strukturelles Vorgehen.</p>

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		<title>Outsourcing Workplace Service – Nutzung der Microsoft-Cloud</title>
		<link>https://www.amendos.de/cloud/outsourcing-workplace-service-nutzung-der-microsoft-cloud/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jan Stammer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Mar 2019 08:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Cloud]]></category>
		<category><![CDATA[Outsourcing]]></category>
		<category><![CDATA[Strategie]]></category>
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